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Jane Street wird wegen angeblichen Insiderhandels während des Terra-Absturzes verklagt

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Jane Street wird wegen angeblichen Insiderhandels während des Terra-Absturzes verklagt

Inhaltsverzeichnis Ein bekanntes Wall-Street-Handelsunternehmen sieht sich nun mit einem Bundesverfahren konfrontiert, in dem ihm vorgeworfen wird, einen verdeckten Telegram-Kommunikationskanal ausgenutzt zu haben, um aus dem katastrophalen Zusammenbruch des Kryptowährungs-Ökosystems von Terra im Jahr 2022 Kapital zu schlagen. ⚖️JUST IN: Neue Gerichtsakten behaupten, Jane Street habe einen geheimen Telegram-Kanal genutzt, um Insiderinformationen von Terraform Labs zu erhalten. In der Klage heißt es, dies habe dem Unternehmen geholfen, seine gesamte UST-Position in Höhe von 192 Millionen US-Dollar zu verkaufen, bevor der Stablecoin abstürzte, und dann etwa 134 Millionen US-Dollar gegen Terra zu wetten … pic.twitter.com/mQsvEsrjbH – Coin Bureau (@coinbureau) 21. Mai 2026 Die Insolvenzmasse von Terraform Labs hat vor dem Bundesgericht in Manhattan ein Gerichtsverfahren gegen Jane Street eingeleitet. In der Beschwerde wird behauptet, dass Jane Street vertrauliche, nicht öffentliche Informationen genutzt habe, um 192 Millionen US-Dollar an TerraUSD (UST)-Beständen zu liquidieren, unmittelbar bevor der algorithmische Stablecoin seine Dollarbindung katastrophal verlor. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht ein privater Telegram-Kommunikationskanal namens „Bryce’s Secret“. Die Staatsanwälte behaupten, dieser Chat habe als Hauptkanal für den Austausch sensibler Insiderinformationen gedient. Der Sender hat seinen Namen von Bryce Pratt, einer Person, die zuvor ein Praktikum bei Terraform absolvierte, bevor sie zu Jane Street wechselte. In der Klageschrift wird behauptet, dass Pratt fortlaufend mit ehemaligen Mitarbeitern kommuniziert habe, die weiterhin bei Terraform Labs beschäftigt seien. Nach Angaben des Anwesens lieferten diese Gespräche Jane Street wichtige Vorkenntnisse, bevor die Implosion des Ökosystems einsetzte. Die interne Korrespondenz, auf die sich die Klage bezieht, enthält eine Nachricht, in der Pratt seinen Kollegen angeblich nahelegte, dass sie sich „ein wenig freuen“ sollten, weil sie über einen „Informationsvorsprung“ verfügten. Der Beschwerde zufolge hat Jane Street am 7. Mai 2022 seine gesamten UST-Bestände liquidiert. Diese Veräußerung umfasste 193 Millionen Token, darunter eine 85-Millionen-Dollar-Transaktion, die über die dezentrale Börsenplattform Curve Finance durchgeführt wurde. Bemerkenswerterweise fand diese umfangreiche Transaktion nur neun Minuten nach dem diskreten Abzug von 150 Millionen US-Dollar an UST-Liquidität durch Terraform aus dem gleichen Curve-Pool statt. Eine unabhängige Blockchain-Analyse, die nach dem Zusammenbruch von Terra durchgeführt wurde, hatte zuvor diesen massiven Curve-Swap als entscheidenden Katalysator für die Destabilisierung der Dollarbindung der UST identifiziert. In der aktuellen Klage wird nun behauptet, dass die Wallet, mit der diese Transaktion ausgeführt wurde, Jane Street gehörte. Nachdem Jane Street ihre UST-Position erfolgreich verlassen hatte, während der Token nahe seinem Wert von 1 US-Dollar gehandelt wurde, baute sie angeblich Short-Positionen auf, als Terras gesamtes Ökosystem zusammenbrach. Berichten zufolge brachten diese strategischen Wetten einen Gewinn von rund 134 Millionen US-Dollar ein. Als ein Unternehmen für Kryptowährungsanalysen anschließend einen Vertreter von Jane Street darüber informierte, dass das Unternehmen „einen Volltreffer gemacht“ habe, enthüllten interne Mitteilungen, dass Händler Strategien zur „Außerbetriebnahme“ von Wallets nach ihrer öffentlichen Identifizierung diskutierten. Jane Street hat einen Antrag auf Abweisung des gesamten Verfahrens eingereicht. Ein Unternehmensvertreter bezeichnete die Klage als „einen transparenten Versuch, Geld zu erpressen“ und behauptete, dass die finanziellen Verluste durch den Zusammenbruch von Terra auf betrügerisches Verhalten der Terraform-Führung zurückzuführen seien. Das Unternehmen behauptet, dass alle Handelsentscheidungen ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Informationen beruhten, und weist die Anschuldigungen als „haltlos“ und „opportunistisch“ zurück. Als Angeklagte nennt die Klage auch den Mitbegründer von Jane Street, Robert Granieri, und den Händler Michael Huang. Es werden mehrere Verstöße gegen Bundeswertpapiergesetze und den Commodity Exchange Act geltend gemacht. Eine Entscheidung eines Bundesgerichts aus dem Jahr 2023 in einem unabhängigen SEC-Durchsetzungsverfahren kam zu dem Schluss, dass sowohl UST als auch Luna als Wertpapiere nach Bundesrecht gelten, was die rechtliche Grundlage dieser neuen Beschwerde stärkt. Durch die spektakuläre Implosion von Terra wurden innerhalb weniger Tage im Mai 2022 etwa 40 Milliarden US-Dollar an Gesamtmarktkapitalisierung von UST und seinem Begleit-Token Luna vernichtet. Terraform-Mitbegründer Do Kwon wurde daraufhin in zahlreichen internationalen Gerichtsbarkeiten strafrechtlich verfolgt. Fünf Tage nach dem Tiefpunkt von UST unterbreitete Jane Street dem Forschungsleiter von Terraform ein Stellenangebot. Der Beschwerde zufolge nahm er bereits zwei Wochen später eine Beschäftigung auf.

Jane Street wird wegen angeblichen Insiderhandels während des Terra-Absturzes verklagt