Krakens Payward und Franklin Templeton streben einen tokenisierten Aktienschub von 30 Milliarden US-Dollar an

Die Muttergesellschaft der Krypto-Börse Kraken, Payward und der globale Investmentriese Franklin Templeton arbeiten zusammen, um die tokenisierte Finanzierung voranzutreiben, wobei der Schwerpunkt auf tokenisierten Aktien und Blockchain-basierten Anlageprodukten liegt.
Die Partnerschaft unterstreicht, wie traditionelle Finanzunternehmen und Kryptounternehmen zunehmend ihre Kräfte bündeln und um die Vorherrschaft konkurrieren, was viele als die nächste große Phase der globalen Märkte betrachten.
Im Mittelpunkt des Plans steht die xStocks-Plattform von Payward, die nach Angaben des Unternehmens seit ihrer Einführung im Jahr 2023 ein Handelsvolumen von über 30 Milliarden US-Dollar abgewickelt hat.
Warum stürzen sich traditionelle Finanzunternehmen auf tokenisierte Vermögenswerte?
Die Partnerschaft zwischen Payward, der Muttergesellschaft von Kraken, und Franklin Templeton kommt zu einer Zeit, in der das institutionelle Interesse an Blockchain-basierter Finanzierung schnell wächst.
Großinvestoren betrachten die Tokenisierung nicht länger als Experiment. Stattdessen betrachten viele Unternehmen den Handel, die Abwicklung und die Vermögensverwaltung inzwischen als schneller und effizienter.
Unter Tokenisierung versteht man die Platzierung traditioneller Finanzanlagen wie Aktien, Anleihen oder Geldmarktfonds in digitaler Form auf Blockchain-Netzwerken.
Befürworter sagen, sie könnten die Kosten senken, die Transparenz erhöhen und dafür sorgen, dass die Märkte rund um die Uhr funktionieren. Durch die neue Partnerschaft wird Franklin Templeton seine Erfahrung in der Vermögensverwaltung nutzen, während Payward Krypto-Infrastruktur, Börsendienste, Verwahrung und Blockchain-Handelssysteme bereitstellen wird.
Die Unternehmen sagten, sie beabsichtigen, bei mehreren Produkten zusammenzuarbeiten, darunter tokenisierte Aktien, institutionelle Liquiditätsdienste, Verwahrungstools und ertragsgenerierende Blockchain-Investitionen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung des xStocks-Frameworks von Payward. Es ermöglicht die Darstellung des traditionellen Aktienengagements auf Blockchain-Schienen und bietet Anlegern einen digitaleren Zugang zu den Finanzmärkten.
Die Unternehmen gaben außerdem an, dass sie aktiv nach Anlagestrategien suchen, die schließlich in tokenisierter Form direkt in der Kette angeboten werden könnten.
Was macht den Deal zwischen Payward und Franklin Templeton so wichtig?
Die Zusammenarbeit ist ein Zeichen für eine umfassendere Bewegung im globalen Finanzwesen. Jahrelang versuchten Kryptounternehmen, die konventionelle Finanzierung von außen herauszufordern. Mittlerweile arbeiten viele der großen Player tatsächlich mit großen Finanzinstituten zusammen, um Partnerschaften aufzubauen.
Franklin Templeton beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit der Blockchain-Finanzierung über seine BENJI-Plattform, ein Tokenisierungstool, das Zugang zu Geldmarktfonds ermöglicht. Das Unternehmen gehört zu den härteren traditionellen Vermögensverwaltern, die sich in digitale Vermögenswerte wagen.
Kraken wird auch versuchen, BENJI als Teil seiner institutionellen Aktivitäten einzuführen, um das Liquiditätsmanagement und die Kapitaleffizienz zu verbessern. Die Verlagerung könnte es Großinvestoren ermöglichen, Gelder reibungsloser von herkömmlichen Finanzprodukten auf Kryptomärkte zu transferieren.
Dies ist auch zeitlich bedeutsam, da Kraken nach dem Kauf von Bitnomial kürzlich weiter in den institutionellen Markt und den Derivatemarkt expandiert hat. Dieses Wachstum spiegelt den Wunsch der Börse wider, direkter mit großen Finanzplattformen mit mehreren Diensten zu konkurrieren.
Arjun Sethi, Co-Geschäftsführer von Payward und Kraken, fügte hinzu, dass die Unternehmen eine Zukunft anstreben, in der die Unterscheidung zwischen traditionellen Vermögenswerten und Blockchain-Infrastruktur keine so große Rolle spielen wird.
Nach Ansicht von Sethi könnte das Team „eine neue Klasse von Produkten“ unterstützen, die digital-native Funktionen mit bestehenden Anlagestrukturen kombinieren.
Sandy Kaul, Leiterin für digitale Vermögenswerte und Innovation bei Franklin Templeton, fügte hinzu, dass On-Chain-Vermögenswerte für einen breiteren Anlegersektor praktischer und nützlicher sein sollten.
Ein wachsender Kampf um die Zukunft der Finanzmärkte
Der Wettlauf um die Vorherrschaft im tokenisierten Finanzwesen wird immer hitziger. Große Vermögensverwalter, Banken und Krypto-Börsen versuchen alle, sich frühzeitig zu etablieren, während sich tokenisierte Märkte entwickeln.
Befürworter der Tokenisierung glauben, dass Blockchain-Systeme letztendlich die Art und Weise verändern könnten, wie Aktien, Anleihen und andere Vermögenswerte weltweit ausgegeben und gehandelt werden. Anstatt sich auf mehrere Zwischenhändler und langsamere Abwicklungssysteme zu verlassen, können Blockchain-basierte Vermögenswerte potenziell sofort bewegt werden und bleiben programmierbar.
Diese Programmierbarkeit ist eines der größten Verkaufsargumente für Unternehmen, die in diesen Bereich einsteigen. Unternehmen argumentieren, dass tokenisierte Produkte mit integrierten Compliance-Tools, automatisierten Zahlungen und einem einfacheren grenzüberschreitenden Zugang entwickelt werden können.
Dennoch bleibt die Regulierung ein wichtiger Faktor. Viele tokenisierte Produkte sind derzeit auf institutionelle Anleger beschränkt, da die Regeln für digitale Wertpapiere von Land zu Land unterschiedlich sind.
Payward und Franklin Templeton räumten ein, dass ein breiterer Einzelhandelszugang von der behördlichen Genehmigung abhängt. Beide Unternehmen scheinen jedoch zuversichtlich zu sein, dass die Nachfrage nach Blockchain-basierten Finanzprodukten weiter steigen wird.
Ihre Partnerschaft zeigt, dass die Zukunft des Finanzwesens möglicherweise nicht nur traditionellen Wall-Street-Firmen oder krypto-nativen Unternehmen gehört. Inst