Strafverfolgungsbehörden gehen gegen illegale digitale Transaktionen vor, nachdem ein Luxuskauf eine berüchtigte Online-Figur entlarvt hat

In einem umfassenden Vorgehen gegen illegale Kryptowährungstransaktionen wurde der deutsche Staatsbürger Owe Martin Andresen mit einem Dutzend Geldwäschevorwürfen belegt. Die Vorwürfe gehen darauf zurück, dass Andresen angeblich Kryptowährungserlöse aus dem inzwischen nicht mehr existierenden Darknet-Markt „Dream Market“ verwendet hat, um Goldbarren zu kaufen, die dann an seine Wohnadresse verschickt wurden. Andresen gilt als Drahtzieher hinter Dream Market, einer berüchtigten Online-Plattform, die 2019 geschlossen wurde.
Eine aktuelle Untersuchung der US-Staatsanwaltschaft im nördlichen Bezirk von Georgia hat ergeben, dass Andresen einen auf Kryptowährungen basierenden Zahlungsabwickler, angeblich Bitpay, ausgenutzt hat, um Gold von internationalen Händlern zu erwerben. Dieser Schritt führte letztendlich dazu, dass die Behörden vor seiner Haustür standen, da sie die Transaktionen verfolgen und seinen Standort bestimmen konnten. Der Anklage zufolge hatte Andresen jahrelang Kryptowährungsgelder aus den Aktivitäten von Dream Market konsolidiert und dabei ein beträchtliches Vermögen angehäuft.
Der Traummarkt, der angeblich von Andresen unter dem Pseudonym „Speedstepper“ verwaltet wurde, war eine Brutstätte illegaler Aktivitäten und ermöglichte den Verkauf riesiger Mengen an Betäubungsmitteln, darunter 90 Kilogramm Heroin, 450 Kilogramm Kokain und 36 Kilogramm Fentanyl. Die Nutzung anonymer Transaktionen und Kryptowährungen durch die Plattform ermöglichte das Gedeihen dieser illegalen Aktivitäten. In einer koordinierten Aktion führten Strafverfolgungsbehörden im Mai 2026 eine Razzia in Andresens Wohnung durch und beschlagnahmten Goldbarren im Wert von unglaublichen 1,7 Millionen US-Dollar, Bargeld im Wert von über 23.000 US-Dollar sowie Kryptowährungen im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar und mit Dream Market verbundene Bankkonten.
Gegen Andresen drohen nun sechs Anklagepunkte wegen internationaler Geldwäsche und sechs Fälle wegen Geldwäscheverheimlichung, jeweils mit einer Höchststrafe von 20 Jahren. Die Kriminalpolizei (IRS CI) des Internal Revenue Service spielte eine entscheidende Rolle bei der Suche nach Andresen. Der zuständige Spezialagent Kareem Carter betonte, dass der Fall das Engagement der Behörde zeige, komplexe Finanztransaktionen aufzuklären und illegale Akteure zur Rechenschaft zu ziehen. Die erfolgreiche Verfolgung von Goldkäufen im Wert von 1,7 Millionen US-Dollar, die mit der gekennzeichneten Kryptowährung getätigt wurden, unterstreicht die Tatsache, dass sogar ruhende Kryptowährungstransaktionen zurückverfolgt werden können, was einen bleibenden Fußabdruck hinterlässt, den die Ermittler verfolgen können.