Wichtige US-Indizes legen am Montag zu, da Gespräche über einen Waffenstillstand mit dem Iran die Marktängste zerstreuen

US-Aktien verzeichneten am Montag leichte Gewinne, da die Anleger die Waffenstillstandsgespräche im Nahen Osten verfolgten und auf die von Präsident Donald Trump am Dienstag gesetzte Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch Iran warteten.
Wichtige Erkenntnisse:
Der S&P 500 legte am Montag um 0,4 % zu, bleibt aber 4 % unter dem Niveau vor dem Konflikt, da die Spannungen im Iran anhalten.
Trumps Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch Iran am Dienstag hält den Ölpreis bei etwa 103 USD pro Barrel (WTI).
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, wies vor dem VPI-Bericht für März vom Freitag auf Inflationsrisiken hin.
S&P 500 steigt zum vierten Tag in Folge inmitten der Pattsituation in der Straße von Hormus im Iran
Der Dow Jones Industrial Average kletterte um 137 Punkte oder 0,3 %, während der S&P 500 um 0,4 % zulegte und der Nasdaq Composite um 0,5 % zulegte. Der S&P 500 baute seinen vierten Tag in Folge mit Gewinnen aus, bleibt aber etwa 4 % unter dem Niveau vor der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.
Vermittler aus Ägypten, Pakistan und der Türkei haben am Wochenende Vorschläge für einen Waffenstillstand vorgelegt, darunter einen 45-tägigen Waffenstillstandsrahmen und einen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Widersprüchlichen Berichten zufolge hat der Iran seine Bereitschaft signalisiert, über den Zugang über die Wasserstraße zu verhandeln, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgashandels abgewickelt wird. Anderen Berichten zufolge wurden Waffenstillstandsgespräche abgelehnt.
Dow Jones Industrial Average (DJI) am 6. April 2026 zum Börsenschluss.
Trump nannte den Iran „einen aktiven, willigen Teilnehmer“ an den Gesprächen, sagte jedoch, sein Gegenvorschlag sei unzureichend. Er wiederholte am Montag seine Drohungen, dass die USA die iranische Infrastruktur angreifen könnten, und warnte, das Land könne „in einer Nacht“ ausgeschaltet werden, wenn die Meerenge über die Frist hinaus geschlossen bleibe.
West Texas Intermediate-Rohöl lag bei etwa 103 US-Dollar pro Barrel und Brent-Rohöl bei etwa 109 US-Dollar. Die Ölpreise schwankten während der Sitzung, bevor sie mit bescheidenen Zuwächsen schlossen, da Händler das Risiko einer Versorgungsunterbrechung gegen die Aussicht auf eine Deeskalation abwogen.
Technologie und Basiskonsumgüter führten zu Sektorgewinnen. Ciena Corp., Lumentum, Seagate Technology und Netflix meldeten allesamt Vorschüsse. Versorger wie CMS Energy und Entergy erreichten neue 52-Wochen-Höchststände. Energieaktien stiegen aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich einer Versorgungsunterbrechung. Nicht-Basiskonsumgüter hinkten hinterher und Keurig Dr. Pepper erreichte ein 52-Wochen-Tief.
Der CBOE-Volatilitätsindex blieb über 24, was darauf hindeutet, dass Händler nicht bereit waren, das Abwärtsrisiko vollständig auszupreisen.
Der PMI des Institute for Supply Management für den Dienstleistungssektor fiel im März von 56,1 im Februar auf 54,0 und verfehlte damit den Ökonomenkonsens von 55,4. Der Preis-Zahlungs-Index kletterte auf 70,7, den höchsten Wert seit Oktober 2022. Die Beschäftigungskomponente sank auf 45,2, den schwächsten Wert seit Dezember 2023.
Zu Beginn der Woche standen keine Nachrichten der Federal Reserve und andere wichtige Daten auf dem Kalender. Der Fokus lag weiterhin klar auf dem Nahen Osten. Gleichzeitig warnte Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, vor größeren Inflationsrisiken im Zusammenhang mit dem Konflikt.
Andere Analysten verwiesen auf starke Einstellungszahlen aus dem Stellenbericht vom März und Produktivitätssteigerungen im Technologiesektor als mögliche Gegenmaßnahmen. Anleger werden Trumps Deadline am Dienstag genau im Auge behalten. Jede Eskalation, die dazu führt, dass die Ölpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben, könnte den Zinskurs der Federal Reserve vor dem Verbraucherpreisindexbericht für März am Freitag erschweren.
Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) veröffentlicht am Mittwoch das Protokoll seiner Märzsitzung. Delta Air Lines und Constellation Brands gehören zu den Unternehmen, die im Laufe der Woche ihre Gewinne veröffentlichen werden. Dies ist ein erster Test dafür, wie die amerikanischen Unternehmen höhere Energiekosten auffangen.
Die Märkte bleiben eher reaktiv als von Überzeugungen bestimmt. Bis sich die Situation in der Straße von Hormus beruhigt oder die Inflationsdaten die Erwartungen ändern, hängt die kurzfristige Richtung von Faktoren ab, die außerhalb der Fundamentaldaten der Unternehmen liegen.