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Massenexodus ist im Gange, da der Anführer der Krypto-Plattform verschwindet und das Vermögen an Bitcoins ungeklärt bleibt

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cryptonewstrend.com
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Massenexodus ist im Gange, da der Anführer der Krypto-Plattform verschwindet und das Vermögen an Bitcoins ungeklärt bleibt

Zonda, eine in Polen ansässige Kryptowährungsbörse, steht vor einer schweren „Abhebungskrise“ und Vertrauensproblemen. Der Kern der Krise ist die Unfähigkeit, auf den privaten Schlüssel einer Cold Wallet des Unternehmens zuzugreifen, die etwa 4.503 Bitcoin enthält.

Przemysław Kral, CEO von Zonda, gab die Wallet-Adresse in einer heute veröffentlichten Videoerklärung zum ersten Mal der Öffentlichkeit bekannt. Die letzte On-Chain-Transaktion der Wallet, die zu aktuellen Preisen etwa 334 Millionen US-Dollar wert ist, soll im November 2025 stattgefunden haben. Kral gab an, dass der private Schlüssel für diese Wallet bei der Firmenübernahme nicht an sie übertragen worden sei und dass der Prozess vom Firmengründer und ehemaligen CEO Sylwester Suszek abgewickelt werden solle. Allerdings fügte er hinzu, dass Suszek seit März 2022 nicht mehr erreichbar sei. Der König wies die Vorwürfe des Geldmissbrauchs kategorisch zurück und erklärte: „Genau deshalb wollte ich Sylwester finden.“

Die Kontroverse um Zonda beschränkt sich nicht nur auf das Problem des fehlenden privaten Schlüssels. In polnischen Medienberichten wird behauptet, dass die Behörden eine Untersuchung des Austauschs durchführen. Unterdessen deutete die Blockchain-Analyseplattform Recoveris aufgrund eines starken Rückgangs der Hot-Wallet-Guthaben der Börse an, dass Zonda möglicherweise dem Risiko eines „möglichen Bankrotts“ ausgesetzt sei.

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Der König wies diese Behauptungen jedoch in einer Erklärung vom 6. April zurück und argumentierte, dass die Plattform mehr als 4.500 Bitcoin halte und in der Lage sei, allen ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Die markantesten Auswirkungen der Krise auf der Marktseite zeigten sich im Nutzerverhalten. Nach Angaben von Kral hat Zonda, das normalerweise etwa 100.000 Auszahlungsanträge pro Jahr bearbeitet, um den 6. April herum in nur wenigen Stunden bis wenigen Tagen mehr als 25.000 Auszahlungsanträge erhalten. Dieser plötzliche Anstieg wurde auf die durch negative Medienberichte ausgelöste Panik zurückgeführt.

Die Unternehmensleitung erklärte, sie plane, rechtliche Schritte gegen die unbegründeten Vorwürfe einzuleiten und versicherte den Nutzern gleichzeitig, dass ihren Auszahlungswünschen nachgekommen werde.

Der polnische Gesetzgeber Tomasz Mentzen deutete in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X an, dass Zonda aufgrund des Verschwindens von Suszek möglicherweise dauerhaft den Zugriff auf die fragliche Cold Wallet verloren habe. Allerdings machte Kral keine eindeutige Aussage darüber, dass die Gelder definitiv verloren gegangen seien. *Dies ist keine Anlageberatung.