Die Aktien von Microsoft (MSFT) steigen, da das Unternehmen den Vertrag mit dem norwegischen Rechenzentrum OpenAI abschließt

Inhaltsverzeichnis Microsoft hat die Kontrolle über einen norwegischen Rechenzentrumsvertrag übernommen, den OpenAI kürzlich aufgegeben hat. Durch die Transaktion werden über 30.000 Nvidia Rubin-GPUs in das Portfolio von Microsoft am Standort aufgenommen, da OpenAI seine Infrastrukturentwicklungspläne reduziert. Microsoft Corporation, MSFT Die Installation mit der Bezeichnung „Stargate Norway“ wird von Nscale, einem in Großbritannien ansässigen Cloud-Unternehmen für künstliche Intelligenz, gebaut. Ursprünglich als 230-Megawatt-Komplex konzipiert, hatte OpenAI verhandelt, sich als „Erstabnehmer“ etwa die Hälfte der verfügbaren Kapazität zu sichern. Als diese Diskussionen scheiterten, handelte Microsoft schnell, um die Lücke zu schließen. Die überarbeitete Vereinbarung erweitert die aktuelle Vereinbarung von Microsoft mit Nscale am Standort Narvik. Der Fünfjahresvertrag beginnt im Jahr 2026, wobei die gesamte Rechenleistung aus erneuerbaren Energien stammt. Die komplette Anlage soll bis zu 100.000 Nvidia-GPUs bei maximaler Kapazität aufnehmen können. „Die Ausweitung unserer Zusammenarbeit mit Nscale in Narvik trägt dazu bei, dass Microsoft-Kunden Zugriff auf die fortschrittliche KI-Infrastruktur haben, die sie benötigen, da die Nachfrage in ganz Europa weiter wächst“, sagte Jon Tinter, Präsident für Geschäftsentwicklung und Unternehmungen bei Microsoft. OpenAI hat die laufenden Gespräche mit Microsoft über die mögliche Anmietung von Rechenkapazität aus der Narvik-Installation anstelle einer direkten Beschaffung zur Kenntnis genommen. Unternehmensvertreter gaben an, dass diese Strategie „finanziell sinnvoller“ sei und in das aktuelle 250-Milliarden-Dollar-Engagement von OpenAI für die Azure-Cloud-Infrastruktur von Microsoft passt. Diese Entwicklung ist nur ein Beispiel für den umfassenderen Rückzug der OpenAI-Infrastruktur. In der vergangenen Woche gab die Organisation bekannt, dass sie eine andere Stargate-Initiative im Vereinigten Königreich ausgesetzt habe, und führte die Entscheidung auf erhöhte Energiekosten und regulatorische Herausforderungen zurück. Microsoft übernahm in ähnlicher Weise die Kontrolle über ein in Texas ansässiges Stargate-Projekt, das ursprünglich sowohl OpenAI als auch Oracle umfasste. Der Infrastrukturansatz von OpenAI scheint sich erheblich weiterzuentwickeln. Während der Investorenkommunikation im Februar gab das Unternehmen aktualisierte Ausgabenprognosen von etwa 600 Milliarden US-Dollar für Rechenressourcen bis 2030 bekannt – eine deutliche Reduzierung gegenüber früheren Schätzungen von 1,4 Billionen US-Dollar über acht Jahre. Branchenquellen deuten darauf hin, dass OpenAI auf Kapazitätsleasing umsteigt und nicht auf die Entwicklung proprietärer Rechenzentren. Die Microsoft-Aktie verzeichnete am Tag der Ankündigung einen Anstieg von 4,19 %, was ein starkes Vertrauen der Anleger in den strategischen Schritt zeigt. Während OpenAI seine Infrastrukturambitionen reduziert, expandiert Microsoft weiter. Im März gab Nscale Pläne bekannt, die Bereitstellung der Vera Rubin-Plattform von Nvidia durch Microsoft im gesamten Vereinigten Königreich, Norwegen und weiteren Gebieten zu erleichtern. Die Narvik-Erweiterung stärkt diese Partnerschaft. Microsoft hat außerdem die Absicht angekündigt, etwa 3.200 Acres in Cheyenne, Wyoming, für die zusätzliche Entwicklung von inländischen Rechenzentren zu erwerben. Die norwegische Vereinbarung ergänzt die bestehende Investition des Unternehmens in Höhe von 6,2 Milliarden US-Dollar in die Anlage. Einer aktuellen Marktanalyse zufolge bewerten 38 Wall-Street-Analysten Microsoft mit „Strong Buy“ mit einem Konsenskursziel von 573 US-Dollar für die nächsten 12 Monate, was auf ein Aufwertungspotenzial von etwa 40 % gegenüber dem aktuellen Handelsniveau hindeutet.