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Morgan Stanley schlägt Alarm, da KI-Investitionen zur entscheidenden Krücke für die wirtschaftliche Stabilität Amerikas werden

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Morgan Stanley schlägt Alarm, da KI-Investitionen zur entscheidenden Krücke für die wirtschaftliche Stabilität Amerikas werden

Inhaltsverzeichnis Am 12. Mai 2026 veröffentlichte Morgan Stanley seine Halbjahres-Wirtschaftsbewertung für die Vereinigten Staaten mit der prägnanten Überschrift aus vier Wörtern: „Capex Over Consumption.“ Dieser Satz bringt das grundlegende Ungleichgewicht zum Ausdruck, das die amerikanische Wirtschaftslandschaft prägt. Der führende US-Ökonom Michael Gapen und sein Forschungsteam sind der Ansicht, dass eine Rezession nicht in Sicht ist. Ihre Analyse zeigt jedoch, dass die Wirtschaft von erheblichen Ungleichheiten geprägt ist. Den Hauptimpuls liefern Unternehmensinvestitionen in die Technologie der künstlichen Intelligenz. Gleichzeitig stehen amerikanische Haushalte einem zunehmenden Druck durch steigende Energiekosten gegenüber. Die Investmentbank geht davon aus, dass das reale BIP der USA im Laufe des Jahres 2026 um 2,3 % wachsen wird, gefolgt von einem Wachstum von 2,6 % im Jahr 2027. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten allmählich nachlassen werden. Morgan Stanley bezeichnet den jüngsten Ölpreisanstieg als die vierte erhebliche Versorgungsstörung, die sich in den letzten Jahren auf die amerikanische Wirtschaft ausgewirkt hat. Zu den vorangegangenen drei Schocks gehörten die Coronavirus-Pandemie, der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie zollbedingte Störungen im Jahr 2025. Rohöl der Sorte Brent wurde in den ersten Februarwochen bei etwa 70 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Seitdem schwanken die Preise zwischen 90 und 120 US-Dollar. Das zentrale Szenario der Bank geht davon aus, dass sich der Ölpreis für den Rest des Jahres 2026 zwischen 80 und 90 US-Dollar stabilisieren wird. Analysten erkennen an, dass ihre Basisprognosen angesichts der aktuellen Volatilität „weniger relevant als üblich“ sind, und erklären, dass sie weiterhin „bereit sind, Prognosen häufig und ohne zu zögern zu aktualisieren“. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum der Verbraucherausgaben im Jahr 2026 auf 1,8 % verlangsamt, ein Rückgang gegenüber 2,1 % im Jahr 2025. Während der One Big Beautiful Bill Act etwa 320 US-Dollar an zusätzlichen Steuerrückerstattungen pro Haushalt einbrachte – was einer jährlichen Steigerung von 17 % entspricht – zeigt die Analyse von Morgan Stanley, dass dieser Vorteil vollständig verschwindet, wenn die Benzinpreise im Einzelhandel durchschnittlich 3,60 US-Dollar pro Gallone betragen. Es wird erwartet, dass das Reallohneinkommen im Jahr 2026 lediglich um 0,8 % steigen wird. Die Belastung lastet überproportional auf Familien der Unter- und Mittelschicht, die einen größeren Teil ihres Einkommens für Energieausgaben aufwenden. Die Analyse betont, dass die reichsten 20 % der Amerikaner mehr als 70 % des gesamten Haushaltsvermögens und etwa 90 % der Aktienbestände kontrollieren. „Die Aufmerksamkeit hat sich auf wohlhabende Verbraucher verlagert“, heißt es in der Studie. Da die Ausgaben der privaten Haushalte sinken, werden die Unternehmensinvestitionen ausgeweitet, um die Lücke zu füllen. Morgan Stanley prognostiziert, dass die Investitionen in Festnetzinvestitionen im Nichtwohnbereich im Jahr 2026 um 7,0 % steigen und sich im Jahr 2027 auf 8,0 % beschleunigen werden. Die fünf dominierenden Cloud-Computing-Giganten – Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle – werden im Jahr 2026 voraussichtlich etwa 805 Milliarden US-Dollar an Kapitalinvestitionen tätigen. Diese Zahl wird im folgenden Jahr voraussichtlich die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten. Morgan Stanley kategorisiert KI-bezogene Investitionsausgaben eher als strukturell denn als zyklisch. Es wird erwartet, dass diese Investitionen unabhängig von Schwankungen auf dem Ölmarkt oder dem Vertrauen der Verbraucher fortgesetzt werden. Untersuchungen des Unternehmens deuten darauf hin, dass die durch KI verursachte Arbeitsplatzverlagerung die Arbeitslosenquote um nicht mehr als 0,1 Prozentpunkte erhöht hat. Branchen mit hoher KI-Einführung trugen im Jahr 2025 1,7 Prozentpunkte zur Produktivitätssteigerung von 2,4 % in Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft bei. Morgan Stanley geht davon aus, dass die Federal Reserve ihren Leitzins im Jahr 2026 bei 3,50 % bis 3,75 % belassen wird. Die vorherige Prognose der Bank sah Zinssenkungen ab Januar 2027 vor. Dieser Zeitplan wurde nun verschoben. Die PCE-Kerninflation wird für 2026 auf 2,8 % geschätzt und sinkt 2027 auf 2,3 %. Es wird erwartet, dass die PCE-Gesamtinflation im Mai 2026 ihren Höhepunkt bei 3,9 % erreichen wird, bevor sie nachlässt. Die Analyse zeigt auch mögliche Auswirkungen auf, wenn Kevin Warsh die Position des Fed-Vorsitzenden übernimmt. Eine von Warsh geführte Zentralbank könnte eine zurückhaltendere öffentliche Kommunikation einführen, was möglicherweise kurzfristig zu Marktinstabilität führen würde. Morgan Stanley stellte vier alternative Wirtschaftsszenarien vor. Die pessimistischsten Prognosen gehen davon aus, dass Brent-Rohöl auf 140 bis 160 US-Dollar pro Barrel steigen und eine weltweite Rezession auslösen würde. Die Einzelhandelsumsätze im April zeigten inflationsbereinigt eine Schwäche, obwohl Aufwärtskorrekturen der Daten für Februar und März darauf hindeuten, dass sich der Konsum als widerstandsfähiger erweisen könnte als ursprünglich erwartet. Die Bank wies darauf hin, dass die bevorstehende vierteljährliche Dienstleistungsumfrage zusätzliche Einblicke in die Wirtschaftsdynamik liefern könnte. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.

Morgan Stanley schlägt Alarm, da KI-Investitionen zur entscheidenden Krücke für die wirtschaftliche Stabilität Amerikas werden