Mow: „Ethereum tut mir leid.“

Ethereum steht derzeit vor einem brutalen Realitätscheck und selbst einige glühende Bitcoin-Maximalisten empfinden inzwischen Mitleid mit ihrem Erzrivalen, da das Ökosystem mit massiven institutionellen Verlusten und verschiedenen strukturellen Hindernissen zu kämpfen hat.
„Ich hasse Ethereum genauso wie den nächsten Bitcoin-Maximalisten“, teilte JAN3-CEO und prominenter Bitcoiner Samson Mow kürzlich auf
Dieser bemitleidenswerte Kommentar kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ethereum weiterhin schleppend zwischen 2.000 und 2.150 US-Dollar gehandelt wird. Das Kapital rotiert offensichtlich in Richtung Bitcoin, wobei das genau beobachtete Verhältnis von $ETH/BTC auf ein Mehrjahrestief von 0,027 fällt.
Das zweischneidige Schwert der Skalierung
Das Netzwerk konnte über Layer-2 (L2)-Rollups erfolgreich skaliert werden, und dieser Erfolg hat ein Phänomen eingeführt, das als „L2-Kannibalismus“ bekannt ist. Die Benutzeraktivität ist jetzt auf Dutzende konkurrierender L2-Netzwerke wie Arbitrum, Optimism und Base beschränkt. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Base-Layer-Gasgebühren.
Viele Rollups stützen sich immer noch auf zentralisierte Sequenzer, und riesige Absteckpools wie Lido dominieren weiterhin die Basisschicht (daher bestehen Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung noch immer).
Ethereum verliert seine Marktbeherrschung und kämpft gleichzeitig darum, seinen Nutzen gegenüber anderen Konkurrenten zu verteidigen.
Tom Lees milliardenschwere Katastrophe
Die missliche Lage von Ethereum wird an der Wall Street schmerzlich deutlich.
Tom Lees Firma BitMine Immersion Technologies muss derzeit katastrophale Papierverluste hinnehmen.
Die durchschnittlichen Anschaffungskosten des Unternehmens liegen bei etwa 3.850 US-Dollar pro ETH. Das Unternehmen ist derzeit mit nicht realisierten Verlusten in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar unter Wasser.
Trotz eines stark fallenden Aktienkurses kauft BitMine weiterhin hartnäckig bei Kursrückgängen.
Ein „kleineres Schiff“
Inmitten des Preisverfalls und der zunehmenden Kritik stellte Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin kürzlich eine neue Vision für die Ethereum-Blockchain vor.
Buterin tritt aus dem Rampenlicht und lehnt jeden Anspruch ab, der „ewige Verwalter“ des Netzwerks zu sein.
Er hat auch erklärt, dass die Ethereum Foundation von nun an weniger ETH verkaufen wird.
Er besteht außerdem darauf, dass Ethereum in grundlegenderer Hinsicht „beeindruckend“ werden muss und sich dabei auf fehlerfreien Code, einen stabilen Kettenkonsens und eine stärkere Dezentralisierung konzentrieren muss.