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Mitbegründer von Multicoin Capital erklärt Web3 für tot, nur DeFi und DePIN bleiben übrig

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Mitbegründer von Multicoin Capital erklärt Web3 für tot, nur DeFi und DePIN bleiben übrig

Kyle Samani, Mitbegründer von Multicoin Capital, hat erklärt, dass die Ära von Web3 faktisch vorbei sei, und argumentiert, dass in der aktuellen Kryptolandschaft nur noch zwei Sektoren – dezentrale Finanzen (DeFi) und dezentrale physische Infrastruktur (DePIN) – relevant seien. Seine Ausführungen verleihen einer wachsenden Debatte über die Richtung und Identität der Branche eine prominente Stimme.

Eine unverblümte Einschätzung eines Großinvestors

In einer öffentlichen Rede erklärte Samani, dass die umfassende, ehrgeizige Vision von Web3 – die oft durch dezentrale Anwendungen, soziale Netzwerke und benutzereigene Internetdienste gekennzeichnet ist – keine nennenswerte Anziehungskraft erlangt hat. Er behauptet, dass sich der Markt verengt hat und sich auf konkrete, versorgungsorientierte Sektoren konzentriert: DeFi, das Finanzdienstleistungen ohne Zwischenhändler anbietet, und DePIN, das Blockchain verwendet, um physische Infrastrukturen wie drahtlose Netzwerke und Energienetze zu koordinieren.

Samanis Kommentare kommen zu einer Zeit, in der die Risikokapitalfinanzierung für Web3-Startups seit ihrem Höchststand 2021–2022 deutlich zurückgegangen ist, während die Investitionen in DeFi- und DePIN-Protokolle relativ stabil geblieben sind. Seine Firma Multicoin Capital war ein prominenter Investor in beiden Sektoren, darunter Projekte wie Helium (DePIN) und verschiedene DeFi-Protokolle.

Die Krypto-Identitätskrise

Samanis Einschätzung folgt einer ähnlichen, wenn auch differenzierteren Beobachtung des Starknet-Mitbegründers Eli Ben-Sasson, der kürzlich erklärte, dass die Kryptoindustrie vor einer Identitätskrise stehe. Ben-Sasson hob ein Paradox hervor: Langjährige Branchenpioniere und OG-Entwickler verlassen den Raum, während institutionelle Anleger und traditionelle Finanzunternehmen (TradFi) zunehmend Interesse zeigen.

Dieser Wandel stellt eine Umkehrung des ursprünglichen Ethos der Branche dar, die sich als Alternative zu zentralisierten Finanzsystemen positionierte. Die wachsende Beteiligung von TradFi – darunter Banken, Vermögensverwalter und Zahlungsgiganten – hat zu Spannungen zwischen den Grundprinzipien der Dezentralisierung und den praktischen Realitäten der Mainstream-Einführung geführt.

Was das für den breiteren Markt bedeutet

Für Investoren und Entwickler deutet die Verengung des Fokus auf DeFi und DePIN auf eine Reifung des Kryptomarktes hin. Anstatt breite, spekulative Narrative zu verfolgen, konzentrieren sich Kapital und Talente auf Anwendungen mit klaren Ertragsmodellen und realen Anwendungsfällen. DeFi generiert weiterhin Handelsvolumen und Erträge in Milliardenhöhe, während DePIN-Projekte physische Hardware einsetzen und messbaren Nutzen generieren.

Allerdings wirft die Ablehnung von Web3 Fragen über die Zukunft dezentraler Anwendungen in Bereichen wie Gaming, Social Media und Identität auf. Während sich einige Projekte in diesen Branchen weiterentwickeln, stehen sie im Vergleich zu zentralisierten Alternativen vor erheblichen Hürden bei der Benutzerakzeptanz und Skalierbarkeit.

Fazit

Die Erklärungen von Samani und Ben-Sasson spiegeln einen kritischen Wendepunkt für die Kryptoindustrie wider. Die Vision eines vollständig dezentralen Webs mag verblassen, aber die pragmatische Anwendung der Blockchain-Technologie im Finanzwesen und in der physischen Infrastruktur scheint auf dem Vormarsch zu sein. Für die Marktteilnehmer verlagert sich der Fokus vom ideologischen Anspruch hin zum funktionalen Nutzen.

FAQs

F1: Was genau ist Web3 und warum wird es für beendet erklärt? Web3 bezieht sich auf die Vision eines dezentralen Internets, das auf Blockchain-Technologie basiert und in dem Benutzer ihre Daten und digitalen Vermögenswerte besitzen. Einige Branchenführer erklären es für beendet, weil viele seiner Kernanwendungen – wie dezentrale soziale Netzwerke und Spiele – keine breite Akzeptanz gefunden haben, während sich Kapital und Aufmerksamkeit auf eher nutzerorientierte Sektoren wie DeFi und DePIN verlagert haben.

F2: Was ist DePIN und warum gilt es als überlebender Sektor? DePIN steht für Decentralized Physical Infrastructure Networks. Es verwendet Blockchain-Token, um Anreize für die Bereitstellung und Wartung realer physischer Infrastruktur wie drahtloser Hotspots, Solarpaneele oder Sensornetzwerke zu schaffen. Er gilt als überlebender Sektor, da er ein klares Wertversprechen bietet und den Einsatz und die Nutzung in der Praxis nachgewiesen hat.

F3: Wie wirkt sich die Krypto-Identitätskrise auf Investoren aus? Die Identitätskrise, die durch abtretende OGs und neu hinzukommende TradFi-Institutionen gekennzeichnet ist, schafft Unsicherheit über die langfristige Richtung der Branche. Für Investoren bedeutet dies die Notwendigkeit, zwischen Projekten, die nachhaltige, konforme und nutzenorientierte Produkte entwickeln, und solchen, die auf ideologischen Narrativen basieren, zu unterscheiden. Es deutet auch darauf hin, dass regulatorische Klarheit und eine institutionelle Infrastruktur immer wichtiger werden.

Mitbegründer von Multicoin Capital erklärt Web3 für tot, nur DeFi und DePIN bleiben übrig