Die Aktie von Nebius (NBIS) steigt nach der großen Übernahme von Eigen AI und der Meta-Partnerschaft auf Rekordhöhen

Inhaltsverzeichnis: Die Aktien der Nebius Group (NBIS) begannen am Mittwoch mit 175,92 US-Dollar zu handeln und kletterten auf ein Intraday-Hoch von 179,96 US-Dollar – ein 52-Wochen-Rekord –, was einem Kursgewinn von etwa 9 % für die Sitzung entspricht. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als 110 % gestiegen. Nebius Group N.V., NBIS Diese explosive Bewegung folgt auf zwei bedeutende Ankündigungen, die fast gleichzeitig eingingen – eine 643-Millionen-Dollar-Transaktion zur Übernahme von Eigen AI und eine bahnbrechende Vereinbarung mit Meta über 27 Milliarden US-Dollar. Die Eigen AI-Transaktion zielt darauf ab, fortschrittliche Modelloptimierungs- und Inferenztechnologien in die Token Factory-Infrastruktur von Nebius zu integrieren. Marktbeobachter gehen davon aus, dass diese Übernahme die Gewinnmargen steigern und das Unternehmen gleichzeitig in die Lage versetzen könnte, einen größeren Teil der Nachfrage nach KI-Computing im Produktionsmaßstab zu erobern. Das Meta-Abkommen stellt den größeren Katalysator dar. In Kombination mit zuvor angekündigten Partnerschaften, darunter auch mit Microsoft, hat dieser Einzelvertrag den Gesamtauftragsbestand von Nebius auf rund 50 Milliarden US-Dollar erhöht – eine Zahl, die in der Investment-Community große Aufmerksamkeit erregt hat. Goldman Sachs reagierte schnell und erhöhte nach der Meta-Ankündigung sein NBIS-Kursziel. BWS Financial und DA Davidson haben beide mit Kaufempfehlungen ein Kursziel von 200 US-Dollar festgelegt. Cantor Fitzgerald startete die Berichterstattung mit einer Übergewichtung, allerdings mit einem gemäßigteren Ziel von 129 US-Dollar. Der Gesamtkonsens der Analysten spiegelt ein „Moderate Buy“-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von 154,75 US-Dollar wider. Auch institutionelles Kapital floss in die Aktie. Millennium Management hat im ersten Quartal eine neue Position im Wert von etwa 11,6 Millionen US-Dollar aufgebaut. UBS stockte ihre Bestände um rund 9 Millionen US-Dollar auf. Oppenheimer erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal um 90,9 %. Der kombinierte institutionelle Besitz beträgt derzeit etwa 21,9 % der ausstehenden Aktien. Der vertraglich vereinbarte Auftragsbestand von rund 50 Milliarden US-Dollar bildet die Grundlage für die bullische Investitionsthese. Mehrjährige Verträge mit Hyperscale-Cloud-Anbietern wie Meta und Microsoft bieten Umsatzvorhersehbarkeit bis 2026, wenn das Management einen Umsatz zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden US-Dollar prognostiziert hat. Dieses Maß an zukünftiger Umsatztransparenz ist in der Branche ungewöhnlich und stellt einen Hauptgrund dafür dar, dass Momentum-Händler die Aktien auf beispiellose Niveaus treiben. Nicht alle Kennzahlen zeichnen ein durchweg positives Bild. Der operative Cashflow für das Geschäftsjahr 2025 belief sich auf rund 402 Millionen US-Dollar – in dieser Zahl waren jedoch fast 983 Millionen US-Dollar an Kundenvorauszahlungen enthalten. Ohne diese Vorschüsse ergibt sich ein deutlich schlankeres Cash-Generierungsprofil. Die Unternehmensführung hat bekannt gegeben, dass die vertraglich vereinbarten Mittelzuflüsse nur etwa 60 % des prognostizierten Investitionsbedarfs für 2026 decken werden. Dieser Finanzierungsmangel wirft berechtigte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Verwässerung des Eigenkapitals oder eines zusätzlichen Fremdfinanzierungsbedarfs auf. Auch die Insiderverkaufsaktivität hat zugenommen. Chief Technology Officer Danila Shtan veräußerte Ende März über 13.000 Aktien. Insider Andrey Korolenko verkaufte Anfang April mehr als 31.000 Aktien. Insgesamt haben Unternehmensinsider in den letzten drei Monaten etwa 135.622 Aktien im Wert von über 15,6 Millionen US-Dollar verkauft. Die Aktie weist außerdem einen Beta-Koeffizienten von 4,03 auf, was auf eine extreme Volatilität in beide Richtungen hinweist. Mit einem prognostizierten Gesamtjahresgewinn pro Aktie von -2,44 US-Dollar und einem KGV von -120,49 basieren die aktuellen Bewertungskennzahlen ausschließlich auf künftigen Wachstumserwartungen. Der Ergebnisbericht des Unternehmens für das erste Quartal 2026 ist für den 13. Mai geplant. Investoren werden das jährliche wiederkehrende Umsatzwachstum, Fortschrittsaktualisierungen bei Hyperscaler-Bereitstellungen und vorläufige Indikatoren für die Eigen AI-Integrations-Roadmap unter die Lupe nehmen.