Neue Forschungsergebnisse enthüllen die Anzahl der quantenexponierten Bitcoins

Eine neue On-Chain-Analyse hat den Anteil von Bitcoin (BTC) quantifiziert, der derzeit potenziellen Quantencomputerrisiken ausgesetzt ist, während er in der Blockchain ruht. In diesem Fall verfügen etwa 6,04 Millionen BTC oder 30,2 % des ausgegebenen Bitcoin-Angebots über öffentlich sichtbare Schlüssel in der Kette, was diese Münzen theoretisch anfällig für zukünftige Quantenangriffe macht. Den von Glassnode am 20. Mai veröffentlichten Daten zufolge weisen die verbleibenden 13,99 Millionen BTC oder 69,8 % im Ruhezustand keine Public-Key-Exposure auf. Die Studie identifizierte zwei Exposure-Kategorien, darunter strukturelle und operative. Die strukturelle Offenlegung macht 1,92 Millionen BTC oder 9,6 % des Angebots aus und deckt Münzen ab, die von Natur aus offengelegt sind, einschließlich früher Pay-to-Public-Key-Ausgaben, bloßer Multisig-Strukturen und Taproot-Ausgaben. Das operative Risiko beträgt insgesamt 4,12 Millionen BTC oder 20,6 % des Angebots und ist auf Praktiken wie die Wiederverwendung von Adressen, teilweise UTXO-Ausgaben und bestimmte Verwahrungskonfigurationen zurückzuführen, die öffentliche Schlüssel unnötig offenlegen. Gleichzeitig machen Kryptowährungsbörsen einen großen Teil dieses Engagements aus und halten etwa 1,63 bis 1,66 Millionen BTC des operativ exponierten Angebots. Das Risikoniveau variiert je nach Depotbank, wobei einige Staatsbestände, darunter die der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs und El Salvadors, ein Risiko von nahezu Null aufweisen. Glassnode wies außerdem darauf hin, dass das Risiko nur für Münzen mit öffentlich sichtbaren Schlüsseln besteht. Während die aktuelle Kryptographie sicher bleibt, könnte ein ausreichend fortgeschrittener Quantencomputer, der Shors Algorithmus verwendet, theoretisch private Schlüssel aus bekannten öffentlichen Schlüsseln ableiten. Münzen ohne sichtbare öffentliche Schlüssel gelten im At-Rest-Modell nicht als exponiert. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die At-Rest-Exposition Bitcoin widerspiegelt, die gezielt angegriffen werden könnte, ohne auf eine Transaktion zu warten, während die On-Spend-Exponierung nur erfolgt, wenn Münzen bewegt werden. Laut Glassnode kann das betriebliche Risiko durch bessere Wallet-Praktiken reduziert werden, einschließlich der Vermeidung der Wiederverwendung von Adressen, der Rotation von Änderungsadressen und der Verbesserung der Verwaltung der Depotreserven. Allerdings kann das strukturelle Risiko, das mit älteren inaktiven Münzen verbunden ist, bestehen bleiben. Unterdessen konnte die Studie weder vorhersagen, wann Quantenangriffe auf Bitcoin praktikabel werden könnten, noch die Sicherheit einer Börse oder eines Verwahrers beurteilen. Stattdessen lieferte es eine datengesteuerte Momentaufnahme der aktuellen Offenlegung öffentlicher Schlüssel im gesamten Bitcoin-Angebot und verdeutlicht, wie eine verbesserte Wallet-Hygiene und zukünftige Protokoll-Upgrades die Risiken verringern könnten.