APLD-Aktie steigt um 9 % aufgrund eines Hyperscaler-KI-Deals im Wert von 5,2 Milliarden US-Dollar
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APLD-Aktie steigt um 9 % aufgrund eines Hyperscaler-KI-Deals im Wert von 5,2 Milliarden US-Dollar

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Inhaltsverzeichnis Applied Digital (APLD) erlebte am 15. Juni eine starke Rallye und stieg um 8,83 %, nachdem das Unternehmen einen umfangreichen langfristigen Mietvertrag für ein Rechenzentrum mit einem großen Hyperscaler mit Sitz in den USA bekannt gegeben hatte. Die Aktien wurden bei etwa 46,38 US-Dollar gehandelt und erreichten einen Intraday-Höchstwert von 46,98 US-Dollar. Applied Digital Corporation, APLD Die neu unterzeichnete Vereinbarung bietet 210 Megawatt Cloud-Infrastrukturkapazität über einen Zeitraum von 15 Jahren mit garantierten Grundzahlungen in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden US-Dollar. Sollte der Kunde alle Verlängerungsklauseln aktivieren, könnte sich die Partnerschaft auf drei Jahrzehnte erstrecken und einen kumulierten Umsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar generieren. Dies ist die dritte große Leasingvereinbarung von Applied Digital mit diesem speziellen Hyperscaler. Das Unternehmen hat sich nun verpflichtet, im gesamten Entwicklungsportfolio fünf separate KI-Infrastrukturcampus zu errichten. Insgesamt beläuft sich der vertraglich vereinbarte Mietrückstand von Applied Digital unter Basisannahmen nun auf rund 36 Milliarden US-Dollar. Bei vollständiger Nutzung der Verlängerungsoptionen für alle bestehenden Verträge könnte diese Zahl auf 86 Milliarden US-Dollar ansteigen. Der Aufwärtstrend der Aktie war nicht allein auf die Vertragsnachrichten zurückzuführen. Eine breitere Rallye im Technologiesektor, die durch geringere geopolitische Bedenken angeheizt wurde, sorgte für zusätzliche Dynamik. Als Reaktion auf die Ankündigung erhöhten auch mehrere Wall-Street-Analysten ihre Kursziele. Applied Digital baut spezialisierte KI-fokussierte Rechenzentren für Hyperscale- und Neocloud-Unternehmen und generiert anschließend durch Facility Management wiederkehrende Mieteinnahmen. Dieser Ansatz ist zwar kapitalintensiv, schafft jedoch nach Abschluss der Vereinbarungen langwierige, vorhersehbare Einnahmekanäle. Für das kürzlich abgeschlossene Geschäftsjahr 2026 wird im Jahresvergleich schätzungsweise ein Umsatzwachstum von 96 % auf insgesamt rund 422 Millionen US-Dollar erzielt. Es wird erwartet, dass sich dieser Expansionskurs noch intensiviert, wenn das Unternehmen seine vertraglich vereinbarte Pipeline in Betrieb nimmt. Wall-Street-Prognosen deuten darauf hin, dass diese Dynamik in den kommenden Geschäftsjahren anhalten wird, was durch den erheblichen Rückstand an ausgeführten Verträgen gestützt wird. Derzeit wird die Aktie etwa mit dem 35-fachen des Umsatzes bewertet – eine erhöhte Kennzahl. Die Größe der Pipeline und die langen Vertragslaufzeiten liefern jedoch einige Gründe für den Prämienmultiplikator. Applied Digital meldet weiterhin GAAP-Verluste und einen negativen Cashflow. Die Organisation hat erhebliche Schulden und ihre langfristige Rentabilität hängt davon ab, dass die vertraglich vereinbarten Einnahmen in tatsächliche Rentabilität umgewandelt werden, bevor die Zinsaufwendungen noch belastender werden. Die Verwässerung der Aktionäre stellt ein weiteres Problem dar, da das Unternehmen laufende Campus-Bauprojekte finanziert. Dennoch bietet der vertraglich vereinbarte Auftragsbestand bei führenden Hyperscale-Kunden ein wertvolles Gut in diesem Sektor: die Vorhersehbarkeit der Umsätze. Mietverträge mit längerer Laufzeit vereinfachen zukünftige Cashflow-Prognosen und ermöglichen es Applied Digital möglicherweise, günstigere Finanzierungsbedingungen für nachfolgende Entwicklungsprojekte zu erhalten. In den letzten zwölf Monaten ist die APLD-Aktie um 282 % gestiegen und hat damit den Wertzuwachs von Nvidia um 44 % im gleichen Zeitraum deutlich übertroffen. Die Performance seit Jahresbeginn zeigt einen Zuwachs von 74,14 %. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt je nach Tagesschlusskurs zwischen etwa 12,2 und 13 Milliarden US-Dollar. Diese jüngste Vereinbarung stellt den dritten Vertrag von Applied Digital mit demselben Hyperscaler-Kunden dar und erhöht die Gesamtzahl der Verpflichtungen auf dem Campus der KI-Infrastruktur auf fünf.