JPMorgan berichtet, dass die Sensibilität des Bitcoin-Mining gegenüber Preisbewegungen ein beispielloses Ausmaß erreicht hat, wobei das Schwierigkeitsgrad-Preis-Beta des Netzwerks in den letzten sechs Monaten auf 0,62 gestiegen ist.
Mining Difficulty reagiert schneller auf Marktveränderungen
Das erhöhte Beta deutet darauf hin, dass die Anpassung der Hash-Rate jetzt aggressiver erfolgt, wenn der Bitcoin-Preis schwankt. Wenn der Preis sinkt, reduzieren die Miner den Stromverbrauch schneller, und wenn der Preis steigt, steigern sie den Betrieb schneller. Dieses Verhalten stellt eine klare Abkehr von den langsameren Reaktionen dar, die in früheren Zeiträumen beobachtet wurden.
Der Bitcoin-Preis bleibt unter den Produktionskosten
Im Jahr 2026 wurde Bitcoin fünf Monate lang unter den geschätzten Produktionskosten von 78.000 US-Dollar gehandelt und lag zum Zeitpunkt des Berichts bei etwa 64.700 US-Dollar. Die anhaltende Kluft deutet darauf hin, dass Bergleute mit geringeren Margen arbeiten, was den Druck auf die Sicherheitsökonomie der Blockchain erhöht. Anleger beobachten die Preis-Kosten-Divergenz genau, da sie ein Signal für die allgemeine Marktstimmung sein kann.
Folgen für Bergleute und Investoren
Die von JPMorgan zitierten Daten von CoinShares gehen davon aus, dass etwa 20 % der Bitcoin-Miner derzeit unrentabel sind, eine Zahl, die das sich verschärfende wirtschaftliche Umfeld widerspiegelt. Börsennotierte Mining-Unternehmen haben im ersten Quartal 2026 mehr als 32.000 BTC liquidiert und damit ihren Gesamtumsatz für das gesamte Jahr 2025 übertroffen. Darüber hinaus sank die Mining-Schwierigkeit in der zweiten Juniwoche 2026 um 10 %, was die zweite große Schwierigkeitsreduzierung des Jahres darstellt und die Krypto-Mining-Landschaft weiter umgestaltet.
