Binance zog am 24. Juni 2026 seinen MiCA-Lizenzantrag in Griechenland zurück und kündigte Pläne an, eine Zulassung in einem anderen EU-Mitgliedstaat zu beantragen, während es gleichzeitig sein Engagement für europäische Investoren bekräftigte.
Behördlicher Widerruf
Als Grund für den Rückzug nannte Binance eine gründliche Überprüfung der aktuellen Umstände und des Bearbeitungszeitplans in Griechenland. Die Börse hat nicht bekannt gegeben, auf welche alternative Jurisdiktion sie abzielt, behauptet jedoch, dass die Entscheidung mit ihrer umfassenderen Strategie zur Einhaltung des EU-Rahmens für Märkte für Krypto-Assets (MiCA) im Einklang steht. Die MiCA-Regeln verlangen von einem Kryptodienstanbieter, dass er die Genehmigung von mindestens einem EU-Land einholt, um in allen 27 Mitgliedsstaaten tätig zu sein.
Nächste Schritte für Binance
Gemäß MiCA ist die Frist für den Erhalt der erforderlichen Lizenz auf den 1. Juli 2026 festgelegt. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) warnte, dass Plattformen ohne entsprechende Zulassung unmittelbar nach diesem Datum mit der Einstellung ihrer Geschäftstätigkeit in der EU beginnen müssen. In der Erklärung von Binance wird betont, dass das Unternehmen weiterhin mit den Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten wird, um die bevorstehende Compliance-Frist einzuhalten.
Marktauswirkungen
CryptoQuant-Daten zeigen, dass auf Euro lautende Handelspaare etwa 1 % des weltweiten Spotmarktvolumens von Binance ausmachen, was darauf hindeutet, dass ein Verlust des europäischen Marktzugangs nur begrenzte Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt hätte. Dennoch unterstreicht der Schritt die Bedeutung der regulatorischen Angleichung für große Börsen und signalisiert, dass Anleger die laufenden Entwicklungen in der EU-Blockchain-Landschaft beobachten sollten.
