Bitcoin stieg auf rund 66.000 US-Dollar, nachdem die Bank of Japan ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1 Prozent angehoben hatte, den höchsten Stand seit 1995.
Zinserhöhung der Bank of Japan
Die Zentralbank kündigte die Änderung ihrer Politik am 16. Juni 2024 um 03:19 UTC an und erhöhte den Richtwert von 0,75 Prozent auf 1 Prozent. Obwohl die Entscheidung den Markterwartungen entsprach, warnten Beamte, dass der Inflationsdruck eine weitere Straffung auslösen könnte.
BoJ-Beamte nannten die beschleunigte Weitergabe der Ölpreise als wesentliches Aufwärtsrisiko für die Verbraucherpreisinflation und stellten fest, dass die Großhandelspreise im Mai im Jahresvergleich um über 6 Prozent gestiegen seien – der stärkste Anstieg seit drei Jahren. Die Gesamtinflation blieb im April bei 1,4 Prozent.
Bitcoins sofortige Reaktion
Nach der Ankündigung machte Bitcoin die Verluste zu Beginn der asiatischen Sitzung wieder wett und stieg von etwa 65.600 US-Dollar auf 65.806,93 US-Dollar, bevor er sich bei etwa 66.000 US-Dollar stabilisierte. Die Rallye fand trotz der typischen negativen Auswirkungen von Zinserhöhungen auf Risikoanlagen statt.
Anleger schienen sich auf die unerwartet zurückhaltende Haltung der BOJ in Bezug auf ihr Anleihekaufprogramm zu konzentrieren, das nun die monatlichen Käufe japanischer Staatsanleihen auf etwa 2 Billionen Yen begrenzt.
Marktauswirkungen
Die Entscheidung, die Anleihedrosselung auszusetzen, zielt darauf ab, die langfristigen Renditen unter Kontrolle zu halten, während die kurzfristige Politik straffer wird, was ein gemischtes Signal für die Kryptomärkte darstellt. Blockchain-Investoren beobachten genau, ob die unterstützende Haltung den Aufwärtstrend von Bitcoin aufrechterhalten wird.
Analysten vermuten, dass die Kombination aus einem höheren Leitzins und einer stabilen Untergrenze für Anleihenkäufe die Volatilität dämpfen könnte, aber jeder weitere Inflationsanstieg könnte die BOJ zu erneuten Maßnahmen veranlassen und möglicherweise das Risikoumfeld für Kryptoanlagen neu gestalten.
