Bitdeer, das an der Nasdaq notierte Bitcoin-Mining-Unternehmen, gab bekannt, dass es in der vergangenen Woche 218,1 BTC erwirtschaftet und den gesamten Betrag verkauft hat, so dass seine Staatskasse keine Bitcoin mehr hat. Das Unternehmen bestätigte die Transaktion in seiner jüngsten Einreichung und deutete auf eine vollständige Bargeldumwandlung der neu geschürften Münzen hin.
Produktion und sofortiger Verkauf
Im Berichtszeitraum lieferten die Mining-Rigs von Bitdeer auf mehreren Kontinenten 218,1 BTC, ein Volumen, das mit der Betriebskapazität des Unternehmens übereinstimmt. Durch die Liquidierung der Münzen zu den vorherrschenden Marktkursen konnte das Unternehmen den volatilen Preisschwankungen entgehen, die Bitcoin in den letzten Wochen charakterisiert haben.
Strategische Begründung
Analysten gehen davon aus, dass die Entscheidung von Bitdeer möglicherweise auf der Notwendigkeit beruht, Betriebskosten zu decken, bestehende Schulden zu bedienen oder die kurzfristige Liquidität für bevorstehende Projekte zu stärken. Die Umwandlung abgebauten Bitcoins in Bargeld schützt das Unternehmen auch vor möglichen kurzfristigen Preisrückgängen, verliert jedoch jegliches Aufwärtspotenzial einer zukünftigen Rallye.
Branchenvergleich
Im Gegensatz zu einigen börsennotierten Minern wie MicroStrategy und Marathon Digital, die die geschürften Bitcoins als langfristigen Vermögenswert behalten, verfolgt Bitdeer einen Cash-First-Ansatz, ähnlich wie Riot Platforms, das regelmäßig Teile seiner Produktion verkauft. Diese Strategie ordnet Bitdeer einem Segment des Krypto-Mining-Sektors zu, in dem der sofortige Cashflow Vorrang vor spekulativem Halten hat, eine Entscheidung, die die Anlegerstimmung und zukünftige Finanzierungsoptionen beeinflussen kann.
