Bitcoin rutschte unter die 64.000-Dollar-Marke, nachdem beträchtliche Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs in Verbindung mit restriktiven Äußerungen des ehemaligen Gouverneurs der Federal Reserve, Kevin Warsh, die Anleger dazu veranlassten, das Risikorisiko neu zu bewerten.
ETF-Abhebungen und Signale der Federal Reserve
USA Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds meldeten Nettorücknahmen, die den Druck auf das führende Krypto-Asset verstärkten, während der jüngste Dot-Plot der Fed eine klare Tendenz hin zu einer strafferen Geldpolitik offenbarte. Obwohl der Leitzins zum vierten Mal in Folge im Bereich von 3,50–3,75 % bleibt, rechnen neun der zwölf Ausschussmitglieder nun mit mindestens einer weiteren Erhöhung in diesem Jahr und sechs mit zwei oder mehr.
Diese Erwartungen haben den Appetit auf Instrumente mit hoher Volatilität gedämpft, und der Blockchain-Markt spürt die Auswirkungen, da Krypto-Investoren sich auf möglicherweise höhere Kreditkosten einstellen.
Analystenausblick auf die Preisentwicklung von Bitcoin
Der On-Chain-Analyst Axel Adler Jr. argumentiert, dass sich Bitcoin innerhalb des Korridors von 64.000 bis 65.000 US-Dollar stabilisieren muss, gestützt durch ein robustes Handelsvolumen, um von einem Abwärtstrend zu einer neutralen Haltung überzugehen. Er weist darauf hin, dass die aktuelle Preisentwicklung trotz des stabilen Leitzinses der Fed die anhaltende Unsicherheit unter Krypto-Investoren widerspiegelt.
In ähnlicher Weise betont Marktkommentator Ali Martinez das Unterstützungsniveau von 64.000 US-Dollar als entscheidenden Faktor. Wenn Bitcoin diese Untergrenze hält, prognostiziert Martinez den nächsten Meilenstein bei etwa 69.000 US-Dollar, mit Zwischenzielen in der Mitte des Kanals bei etwa 66.800 US-Dollar und einer Obergrenze bei etwa 68.400 US-Dollar.
Beide Analysten betonen, dass die kurzfristige Stärke, die sich in einem steigenden Preiskanal zeigt, die nächsten Schritte für den Kryptowährungsmarkt bestimmen und die Anlegerstimmung im gesamten Blockchain-Ökosystem beeinflussen könnte.
