Citi vs. JPMorgan: Einer sagt eine Zinssenkung der Fed voraus, der andere sieht keine Zinssenkung
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Citi vs. JPMorgan: Einer sagt eine Zinssenkung der Fed voraus, der andere sieht keine Zinssenkung

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Bekanntlich hat die FED gestern Abend auf ihrer ersten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) unter dem Vorsitz von Kevin Warsh die Zinssätze nicht geändert. Die FED beließ den Leitzins einstimmig stabil bei 3,50 bis 3,75 Prozent, was den Erwartungen entsprach.

Die zunehmenden Inflationssorgen aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed auf nahezu Null reduziert und gleichzeitig die Möglichkeit einer Zinserhöhung erhöht. Allerdings rechnen einige führende Institute weiterhin mit Zinssenkungen. In diesem Zusammenhang prognostiziert der Wall-Street-Riese Citi, dass die Fed irgendwann in diesem Jahr die Zinsen senken wird.

Zu diesem Zeitpunkt hat Citi seine Prognose für die erste Zinssenkung der Fed auf Oktober verschoben. Laut Reuters hatte die Citigroup zuvor vorhergesagt, dass die erste Zinssenkung der Federal Reserve im September erfolgen würde, hat diese Prognose jedoch auf Oktober revidiert.

Die Bank gab an, dass sich die restriktive Haltung der Federal Reserve seit dem Amtsantritt von Kevin Warsh als FED-Vorsitzender verstärkt habe.

Citi prognostiziert nun, dass die Fed die Zinsen dreimal um 25 Basispunkte senken wird: im Oktober und Dezember 2026 und erneut im Januar 2027.

Neben Citi veröffentlichte auch JPMorgan seine Fed-Prognosen. Dementsprechend erklärte Tai Hui, Chef-Marktstratege für Asien bei JPMorgan Asset Management, dass sie davon ausgehen, dass die Fed die Zinssätze im Jahr 2026 stabil halten wird. Hui erklärte, dass die derzeitige Ansicht weiterhin darin besteht, dass die Fed mit den aktuellen Zinssätzen geduldig sein wird und dass im Laufe des Jahres keine Zinsanpassungen vorgenommen werden.

„Die Fed scheint auf dem aktuellen Zinsniveau geduldig zu bleiben. Daher bleibe ich bei meiner derzeitigen Ansicht, dass die Fed die Zinssätze in diesem Jahr nicht anpassen wird.“

Schließlich argumentiert Claudia Sam, Chefökonomin bei New Century Advisors und ehemalige Fed-Ökonomin, dass die Bedingungen für eine Zinserhöhung der Fed zwar noch nicht reif seien, die Rechtfertigung für eine Zinserhöhung jedoch im Entstehen begriffen sei.

Der Ökonom erklärte: „Ich denke, dass die Fed bereit ist, einzugreifen und die Zinssätze zu erhöhen, wenn sich die Situation verschlimmert. Anders als die Reaktion der Fed auf den Inflationsanstieg während der Pandemie denke ich, dass die politischen Maßnahmen zur Zinserhöhung dieses Mal schneller erfolgen könnten. Denn die Fed diskutiert bereits über eine Erhöhung der Zinssätze.“

*Dies ist keine Anlageberatung.