Der laufende Rechtsstreit der CME Group gegen die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) über die Genehmigung von Perpetual-Futures-Kontrakten hat laut einer aktuellen TDCowen-Analyse eine positive Wendung genommen.
Rechtsvorteil von TDCowen hervorgehoben
Jaret Seiberg, Geschäftsführerin der Washington Research Group von TDCowen, stellte fest, dass die CME Group sowohl in verfahrenstechnischer als auch in inhaltlicher Hinsicht Vorteile genießt. Der Kernstreit dreht sich darum, ob Perpetual Futures – Derivatkontrakte ohne Ablaufdatum – unter die gesetzliche Definition von Futures nach geltendem US-Recht passen. Diese Unterscheidung ist wichtig, da Swaps und Futures unterschiedlichen Regulierungssystemen und Steuerbehandlungen unterliegen.
Regulatorische und steuerliche Auswirkungen
Swap-Kontrakte erfordern eine Registrierung der Händler bei der CFTC und stützen sich in der Regel auf eine Fünf-Geschäftstag-Margin-Berechnung, während Terminkontrakte einen Ein-Tages-Margin-Standard verwenden und möglicherweise von günstigeren Steuervorschriften profitieren. Das Klassifizierungsergebnis wird die Art und Weise beeinflussen, wie Anleger und Marktteilnehmer Blockchain-gebundene Krypto-Derivate verwalten. Folglich könnte das Urteil die Compliance-Kosten im gesamten Sektor der Derivate digitaler Vermögenswerte verändern.
Nächste Schritte im Rechtsstreit
Seiberg geht davon aus, dass die CME Group eine einstweilige Verfügung beantragen wird, die darauf abzielt, alle Durchsetzungsmaßnahmen der CFTC auszusetzen, während der Fall noch andauert. Er betonte, dass der Zeitplan für die Anhörung und die ersten Urteile des Gerichts als Schlüsselindikatoren für den Verlauf der Klage dienen werden. Der Streit markiert einen kritischen Punkt für die Regulierung kryptobezogener Futures in den Vereinigten Staaten.
