Die CME Group kündigte an, dass sie die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wegen der jüngsten Genehmigung von Bitcoin-Perpetual-Futures-Kontrakten durch die Aufsichtsbehörde verklagen wird, ein Schritt, der die US-Krypto-Derivate-Landschaft umgestalten könnte.
Rechtsgrundlage der Klage
Terrence Duffy, CEO der CME Group, argumentiert, dass Perpetual Futures gemäß dem Dodd-Frank Act als Clearing-Transaktionen und nicht als Standard-Futures behandelt werden sollten. Er macht geltend, dass diese Klassifizierung den für die Verträge geltenden rechtlichen Rahmen und die Abwicklungspflichten bestimme. Die Klage wird von dieser gesetzlichen Auslegung abhängen, um die Entscheidung der CFTC anzufechten.
Regulatorischer Kontext
Ende Mai erteilte die CFTC Plattformen wie Kalshi und Coinbase die Erlaubnis, Krypto-Perpetual-Futures aufzulisten, und erweiterte damit die Produktpalette des Marktes. Anfang des Monats genehmigte die Kommission ausdrücklich Bitcoin-Perpetual-Futures auf der Prognosemarktplattform Kalshi. Diese Genehmigungen waren das erste Mal, dass US-Regulierungsbehörden Verträge ohne festes Ablaufdatum sanktionierten.
Anleger- und Marktbedenken
Duffy warnte, dass das Fehlen eines Ablaufdatums es Händlern ermöglicht, Positionen auf unbestimmte Zeit zu behalten, was Privatanleger möglicherweise einem längeren Risiko aussetzt. Die Verschuldungsquote dieser Verträge kann bis zu 50:1 betragen, was sowohl das Gewinnpotenzial als auch die Verlusthöhe erhöht. Kritiker befürchten, dass solche Features den Kryptomarkt destabilisieren und das Vertrauen vorsichtiger Anleger untergraben könnten.
