Nach Monaten der Unsicherheit zeigt der CLARITY Act in Washington endlich Bewegung. Der Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses (HFSC) hat für den 17. Juli in New York eine Anhörung zum Gesetzentwurf angesetzt
Die Anhörung findet nur einen Monat statt, nachdem der Bankenausschuss des Senats am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen für die Weiterentwicklung des Gesetzes gestimmt hat. Der Gesetzentwurf steht zwar noch vor einigen großen Hürden, bevor er in Kraft tritt.
Der Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses plant zwei wichtige Anhörungen
In einer aktuellen Pressemitteilung hat der Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses zwei wichtige Anhörungen zum Krypto-Gesetz angesetzt.
Erstens hat HFSC am 14. Juli die Anhörung zur Geldpolitik der Federal Reserve anberaumt, bei der die Gesetzgeber über Zinssätze, Inflation und die allgemeineren Wirtschaftsaussichten diskutieren werden.
Der nächste große Meilenstein kommt am 17. Juli, wenn der Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses die Debatte über die Kryptoregulierung nach New York bringt. Es wird erwartet, dass die Anhörung mehr Klarheit über die Kryptovorschriften und die Blockchain-Entwicklung in den Vereinigten Staaten bringt.
Durch die Abhaltung der Sitzung in New York werden die Gesetzgeber Rückmeldungen von Institutionen, Börsen, Investoren und Finanzunternehmen einholen, die letztendlich im Rahmen des CLARITY Act tätig sein könnten.
Unklare Regeln werden Krypto-Talente ins Ausland drängen
Senatorin Cynthia Lummis, eine der Hauptgesetzgeberinnen des CLARITY Act im US-Senat, hat davor gewarnt, dass unklare Vorschriften Krypto-Talente ins Ausland treiben.
„Wir haben aufgrund der Rechtsunsicherheit zu viele talentierte Entwickler ins Ausland vertrieben. Sie wollen hier bauen. Lassen Sie sie. Verabschieden Sie den CLARITY Act.“
Bevor der Gesetzgeber den Schreibtisch des Präsidenten erreicht, muss er sich noch 60 Stimmen im Senat sichern. Außerdem muss es Differenzen mit der Version des Landwirtschaftsausschusses des Senats klären und sich auf einen endgültigen Gesetzentwurf einigen, den beide Kammern genehmigen können.
Wird der Clarity Act dieses Jahr verabschiedet?
Trotz der starken Bemühungen des Gesetzgebers, das Gesetz bald zu verabschieden. Der Prognosemarkt Polymarket schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act in diesem Jahr in Kraft tritt, derzeit auf nur 43 %.
Sogar der Krypto-Investor Kyle Chasse erwähnte kürzlich, dass die Senatsführer Notfallgespräche führen, nachdem Berichten zufolge mehrere Verhandlungen über Ethikbestimmungen und Abschnitt 604 ins Stocken geraten seien.
Wenn es den Gesetzgebern nicht gelingt, den Gesetzentwurf vor der Pause des Kongresses voranzutreiben, befürchten einige Branchenteilnehmer, dass die USA jahrelang ohne umfassende Bundesregeln für den Kryptomarkt bleiben könnten.
Vorerst könnte die Anhörung am 17. Juli das bisher klarste Signal dafür liefern, ob die Kryptoregulierung endlich voranschreitet oder wieder auf eine Verzögerung zusteuert.
