Baillie Gifford gab am 22. Juni 2026 die Gründung des BaillieGiffordEnhancedYieldFund (BAGEY) bekannt und markiert damit den ersten vollständig nativen tokenisierten Fonds im Vereinigten Königreich.
Fondseinführung
BaillieGifford wurde vor über einem Jahrhundert gegründet und verwaltet Vermögenswerte für einen weltweiten Kundenstamm. Durch die Ausgabe von BAGEY direkt auf öffentlichen Blockchains reiht sich das Unternehmen in eine Reihe mit Konkurrenten wie BlackRock, JPMorgan und MorganStanley ein, die alle mit tokenisierten Fonds-Frameworks experimentiert haben.
Native Tokenisierung
Der EnhancedYieldFund funktioniert nativ sowohl auf Ethereum als auch auf Solana und vermeidet so die Praxis, eine bestehende Anteilsklasse zu umhüllen. Die Blockchain fungiert als rechtliches Register der Aufzeichnungen, was bedeutet, dass jeder Token den tatsächlichen Anteil eines Anlegers am Fonds und nicht einen abgeleiteten Anspruch darstellt.
Eigentumsaufzeichnungen befinden sich in der Blockchain und machen sie zur endgültigen Quelle der rechtlichen Wahrheit. Diese Architektur macht eine separate Verwahrungsebene überflüssig und richtet die Struktur des Fonds an der Unveränderlichkeit der Kryptotechnologie aus.
Auswirkungen auf Investoren
Investoren erhalten Token, die einen direkten Anspruch auf die Vermögenswerte des Fonds vermitteln und so den Zugang und die Abwicklung vereinfachen. Der On-Chain-Ansatz verspricht mehr Transparenz für die Marktteilnehmer bei gleichzeitiger Wahrung der regulatorischen Compliance des Fonds.
„Tokenisierung wird nur dann von Bedeutung sein, wenn sie die Finanzen grundlegend verbessert. Eine digitale Hülle um die Infrastruktur von gestern reicht nicht aus“, sagte Theo Golden, Leiter Digital Assets bei BaillieGifford, am Tag der Einführung. Sein Kommentar unterstreicht den Ehrgeiz des Unternehmens, Blockchain für echte Finanzinnovationen zu nutzen.
