Der Bitcoin-Preis steigt über 65.000 US-Dollar, da die ETF-Abflüsse langsamer werden, der Iran-Deal und die Fed in entgegengesetzte Richtungen ziehen
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Der Bitcoin-Preis steigt über 65.000 US-Dollar, da die ETF-Abflüsse langsamer werden, der Iran-Deal und die Fed in entgegengesetzte Richtungen ziehen

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Bitcoin stieg am Montag über die 65.000-Dollar-Marke, angetrieben durch eine Mischung aus geopolitischem Optimismus, einem restriktiven Debüt der Federal Reserve und der sechsten Woche in Folge mit Nettoabflüssen aus Spot-Bitcoin-ETFs.

Geopolitische Erleichterung und Reaktion auf dem Ölmarkt

USA und iranische Beamte berichteten von spürbaren Fortschritten bei den Friedensverhandlungen in der Schweiz, die auf einem in der Vorwoche unterzeichneten Memorandum of Understanding basierten, das den mehr als 100 Tage andauernden Konflikt offiziell beendete. Durch das Abkommen wurde die Straße von Hormus wieder geöffnet, ein Engpass, über den rund 20 % der weltweiten Öllieferungen fließen, was die Rohölpreise auf Dreimonatstiefs drückte. Der anfängliche Anstieg des Optimismus ließ Bitcoin Ende letzter Woche auf 66.230 US-Dollar steigen, bevor breitere makroökonomische Kräfte erneut Druck ausübten.

Ton der US-Notenbank und Dynamik des Dollars

Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh äußerte sich bei seiner ersten FOMC-Sitzung restriktiv und bekräftigte sein festes Engagement, die Inflation wieder auf das Ziel von 2 % zu bringen, nachdem der Verbraucherpreisindex im Mai einen Anstieg von 4,2 % gemeldet hatte. CME FedWatch schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Juli-Sitzung nun auf 36 %, wobei die Märkte eine Erhöhung um mindestens 25 Basispunkte vor Jahresende einpreisen. Der Dollar-Index erholte sich auf den Bereich von 100,6–100,8, ein Niveau, das traditionell die Preisdynamik von Bitcoin dämpft.

ETF-Abflüsse und Anlegerstimmung

Spot-Bitcoin-ETFs in den Vereinigten Staaten verzeichneten laut SoSoValue-Daten die sechste Woche in Folge Nettoabhebungen, da Anleger in der Woche bis zum 18. Juni 226,8 Millionen US-Dollar abzogen. Die kumulierten Abflüsse belaufen sich inzwischen auf über 5,9 Milliarden US-Dollar, was auf ein schwindendes Vertrauen unter Krypto-Investoren vor dem gemischten makroökonomischen Hintergrund hindeutet. Der anhaltende Abfluss von ETF-Vehikeln sorgt für weiteren Gegenwind für die Marktentwicklung von Bitcoin.