Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich am Dienstag einen großen Sieg gesichert, als der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments den rechtlichen Rahmen für einen digitalen Euro genehmigte.
Meilenstein der Gesetzgebung
Der Ausschuss ordnete außerdem die sofortige Aufnahme abschließender „Trilog“-Gespräche zwischen den EU-Mitgliedstaaten und dem Parlament an, um die Ausarbeitung des endgültigen Gesetzes zu beschleunigen. Diese Abstimmung beendet drei Jahre hitziger Auseinandersetzungen zwischen Zentralbankern und kommerziellen Kreditgebern, die Angst vor dem Verlust von Einlageneinnahmen hatten.
Strategische Begründung
EZB-Präsidentin Christine Lagarde argumentiert, dass der digitale Euro die Währungsautonomie des Blocks schützen wird, indem er der Dominanz von an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins wie Tethers USDT und Circles USDC entgegenwirkt. Sie versicherte den Anlegern, dass Bargeld weiterhin verfügbar sein werde, und betonte, dass der digitale Euro und die physischen Banknoten nebeneinander existieren können, ohne sich gegenseitig auszuschließen.
Geopolitische und Marktimplikationen
Die EU betonte, dass fast zwei Drittel der Kartentransaktionen in der Eurozone von außereuropäischen Unternehmen, hauptsächlich Visa und Mastercard, abgewickelt werden, was die strategische Notwendigkeit unterstreicht
