Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran löst einen Rückgang der europäischen Gaspreise aus, da die Straße von Hormus wieder geöffnet werden soll
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Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran löst einen Rückgang der europäischen Gaspreise aus, da die Straße von Hormus wieder geöffnet werden soll

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Inhaltsverzeichnis Die internationalen Finanzmärkte erlebten am Montag erhebliche Volatilität, als die Anleger die Nachricht über eine Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Washington und Teheran verdauten. Aktien-Futures steigen, Rohöl geht zurück und die europäischen Erdgasmärkte sind als Reaktion auf den diplomatischen Durchbruch rückläufig. Präsident Donald Trump gab am späten Sonntagabend über seine Plattform Truth Social Einzelheiten der Vereinbarung bekannt und bezeichnete die Vereinbarung als „vollständig“. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, dessen Regierung als Vermittler bei den Verhandlungen fungierte, kündigte an, dass an diesem Freitag in der Schweiz eine offizielle Unterzeichnungszeremonie stattfinden werde. Der stellvertretende iranische Außenminister Gharibabadi bestätigte die Vereinbarung bei einem Auftritt im staatlich kontrollierten Fernsehen. Teheran hat seine Bereitschaft signalisiert, innerhalb von 60 Tagen umfassende Friedensverhandlungen aufzunehmen. Nasdaq 100-Futures dominierten die Aufwärtsbewegung und stiegen im frühen Handel auf über 2 %. S&P-500-Futures stiegen um 1,3 %, während Dow-Jones-Futures Zuwächse von etwa 1 % verbuchten. Diese Steigerungen bauen auf der positiven Dynamik der Wall Street aus der Handelssitzung am Freitag auf. SpaceX sorgte für zusätzlichen Optimismus im Marktumfeld. Die Aktie des Unternehmens stieg im vorbörslichen Handel um fast 7 %, nachdem das Unternehmen am Freitag sein Börsendebüt feierte, bei dem die Aktie um mehr als 19 % in die Höhe schoss und die Bewertung über die 2-Billionen-Dollar-Schwelle trieb. Die Marktteilnehmer konzentrieren sich auch auf die bevorstehende geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve, die für Mittwoch geplant ist. Aktuelle Händlererwartungen deuten auf eine 98-prozentige Wahrscheinlichkeit unveränderter Zinssätze hin, basierend auf den Indikatoren des CME FedWatch-Tools. Sowohl die NYSE- als auch die Nasdaq-Börse bleiben am Freitag aufgrund des Feiertags 19. Juni geschlossen. Ein wichtiger Bestandteil des Waffenstillstandsabkommens ist die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer wichtigen Passage für internationale Erdöltransporte. Trump deutete an, dass die Wasserstraße nach der offiziellen Unterzeichnungsveranstaltung am Freitag für Minenräumarbeiten zugänglich sein werde. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um etwa 5 % und pendelten sich knapp über der Marke von 83 $ pro Barrel ein. West Texas Intermediate fiel auf etwa 80 $ pro Barrel. Auch die europäischen Erdgasmärkte gerieten unter Abwärtsdruck. Der niederländische Frontmonatsvertrag sank auf 33,36 Euro pro Megawattstunde. Der britische Gasvertrag sank um 6 % auf 106,17 Pence pro Therm. Beide Benchmarks erreichten ihren tiefsten Stand seit mehr als vier Wochen. Die derzeitige Kapazität der EU-Gasspeicher beträgt 44,34 %. Im Vergleich dazu lag der Lagerbestand zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr bei 53,02 %. Dieser Unterschied verdeutlicht den anhaltenden Kampf Europas, vor der Heizsaison im Winter ausreichende Reserven anzusammeln. Laut Marktanalysten könnte die Vereinbarung dem Iran finanzielle Anreize, Zugang zu zuvor eingefrorenen Vermögenswerten und eine mögliche Lockerung der Erdölsanktionen bieten. Die Fragen rund um die nuklearen Ambitionen Irans bleiben ungelöst. Die Finanzmärkte wägen sowohl die geopolitische Deeskalation als auch spürbare Auswirkungen auf die Energieverfügbarkeit ab. Trotz sinkender Preise liegen die Speicherkapazitäten in Europa weiterhin unter den Vorjahreswerten, was zu einer anhaltenden Spannung auf den Gasmärkten führt.