Die Malta Financial Services Authority (MFSA) hat einen Vorschlag zur Schaffung einer neuen rechtlichen Klassifizierung für dezentrale autonome Organisationen (DAOs) als Teil ihrer laufenden Bemühungen angekündigt, die DeFi-Regulierung im Rahmen des Krypto-Rahmens der EU zu gestalten.
Vorgeschlagene Rechtsstruktur
Das am 12. Juni veröffentlichte Diskussionspapier der MFSA führt den Begriff „softwarebasierte Organisationen“ ein, um DAOs und andere Blockchain-Einheiten zu umfassen, die hauptsächlich über Code funktionieren. Durch die Unterscheidung zwischen der juristischen Person und den zugrunde liegenden Protokollen möchte die Regulierungsbehörde die Governance-Verantwortlichkeiten klarstellen und die Rechenschaftspflicht für Projekte verbessern, die dezentrale und zentralisierte Funktionen kombinieren.
Zeitplan für die öffentliche Konsultation
Stakeholder können bis zum 10. Juli im Rahmen einer öffentlichen Konsultation, die sich an Entwickler, Investoren und Marktteilnehmer richtet, Feedback zum Entwurf des Rahmenwerks abgeben. Die MFSA betont, dass die Konsultation dazu beitragen wird, den Ansatz zu verfeinern, bevor formelle Rechtsvorschriften eingeführt werden.
Auswirkungen für DeFi und Investoren
Laut MFSA fallen vollständig dezentralisierte Dienste in der Regel nicht in den Geltungsbereich der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA), dennoch behalten viele sogenannte dezentrale Projekte eine zentrale Kontrolle, was ihre regulatorische Klassifizierung erschwert. Durch die Bereitstellung eines speziellen Rechtswegs für softwaregesteuerte Unternehmen hofft die Behörde, Krypto-Investoren einen klareren Schutz zu bieten und ein stabileres Marktumfeld zu fördern.
