Strive Asset Management gab bekannt, dass seine digitalen Kreditangebote STRC und SATA am Donnerstag eine schwere, fremdfinanzierte Liquidation erlebten, was einen der stärksten Preisrückgänge in der Geschichte des Sektors darstellte. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Matt Cole, beschrieb den Vorfall eher als ein marktmechanisches Ereignis als als eine Widerspiegelung sich verschlechternder Kreditfundamentaldaten.
Leverage-induzierte Preisschwankungen
Während der Handelssitzung erreichte der Aktienkurs von STRC 82,50 $, bevor er sich bei etwa 89 $ stabilisierte, während SATA unter 93 $ fiel und sich später auf etwa 97 $ erholte. Beide Instrumente sind so konstruiert, dass sie sich in der Nähe ihres Nennwerts von 100 US-Dollar bewegen, doch der schnelle Rückgang löste Nachschussforderungen aus, die die Anleger zum Verkauf zwangen.
Cole betonte, dass der Rückgang auf gehebelte Positionen zurückzuführen sei, die die Verluste verstärkten, und nicht auf eine Herabstufung der Kreditqualität der zugrunde liegenden Emittenten. Er verglich die Situation mit früheren Hedgefonds-Krisen, bei denen die Bestände an fremdfinanzierten Staatsanleihen zusammenbrachen, obwohl die Wertpapiere selbst weiterhin solide waren.
Kreditprofil bleibt intakt
Laut Cole bleiben die Dividendenreserven von Strive vollständig finanziert und das Kernkreditprofil des Unternehmens hat sich nicht geändert. Er versicherte den Anlegern, dass die Bilanz des Unternehmens nicht unter Druck stehe und dass die Fundamentaldaten des digitalen Kreditmarkts weiterhin zweistellige Renditen unterstützen.
Die Episode unterstreicht die allgemeine Vorsicht von Anlegern, die durch zusätzliche Hebelwirkung hohe Renditen anstreben. Der daraus resultierende Zwangsverkauf kann zu einem sich selbst verstärkenden Rückgang führen, der die Preisbewegungen von der tatsächlichen Gesundheit der Blockchain-basierten Kreditwerte abkoppelt.
