Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) veröffentlichte am 17. Juni 2026 ihren Jahresbericht 2025, der einen entscheidenden Wandel von der Ausarbeitung von Richtlinien hin zur aktiven Durchsetzung auf den EU-Finanzmärkten enthüllte, einschließlich neuer Regeln für Krypto-Assets und die KI-Aufsicht.
Regulatorische Fortschritte im Jahr 2025
ESMA meldete eine beschleunigte Einführung der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), des Digital Operational Resilience Act (DORA) und der dritten Überarbeitung von EMIR, wodurch die Aufsicht verschärft und Anbietern von Krypto-Asset-Diensten in einem einheitlichen Rahmen eine Genehmigung erteilt wird. Die Behörde bestätigte außerdem ihre Bereitschaft, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, die im Marktintegrations- und Aufsichtspaket vorgeschrieben sind, und signalisierte damit ein umfassenderes Mandat für die Blockchain-bezogene Aufsicht.
Infrastrukturmodernisierung
Der Bericht hob die Auswahl der ersten konsolidierten Bandanbieter im Rahmen von MiFIR hervor, ein Schritt, der die Preistransparenz für Anleger auf dem gesamten Kontinent erhöht. Der parallele Fortschritt in Richtung eines T+1-Abwicklungszyklus verspricht eine schnellere Transaktionsendgültigkeit und verringert das Kontrahentenrisiko im Post-Trade-Umfeld.
Investorzentrierte Initiativen
ESMA hat das Programm „Retail Investor Journey“ ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, den Markteintritt zu vereinfachen und die Transparenz für alltägliche europäische Anleger zu verbessern, die sich auf Kryptomärkten und traditionellen Wertpapieren bewegen. Durch die Integration digitaler Tools und klarerer Offenlegungen möchte die Behörde das Vertrauen und die Beteiligung sowohl an Blockchain-gesteuerten als auch an konventionellen Anlageklassen stärken.
