Der Mitbegründer von HyperFund, Rodney Burton, online bekannt als „Bitcoin Rodney“, hat vor einem Bundesgericht ein Schuldgeständnis wegen seiner Rolle in einem Kryptowährungsbetrugsprogramm im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar eingereicht.
Plädoyer und mögliche Strafe
Burton, ein 56-jähriger Einwohner von Miami, gab zu, sich verschworen zu haben, um ein nicht lizenziertes Geldtransferunternehmen zu betreiben, das für HyperFund wirbt. Die US-Staatsanwältin Kelly O. Hayes für den Distrikt Maryland kündigte das Plädoyer an und betonte die Koordination mit IRS Criminal Investigation und Homeland Security Investigations. Die Staatsanwälte gaben an, dass Burton im Falle einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe von maximal fünf Jahren drohen.
Vorgangsübersicht
HyperFund vermarktete sich selbst als zuverlässige Krypto-Investitionsplattform und versprach Anlegern tägliche passive Renditen von 0,5 % bis 1 % aus angeblichen Blockchain-Mining-Aktivitäten. Das Programm verkaufte gestaffelte „Mitgliedschaften“ und versicherte den Teilnehmern, dass sich ihre Beiträge innerhalb eines festgelegten Zeitraums verdoppeln oder verdreifachen würden. Die Bundesbehörden geben an, dass nie ein Mining stattgefunden habe und dass die Plattform im Jahr 2021 begann, Auszahlungsanträge abzulehnen, nachdem sie im Januar dieses Jahres zunächst unter dem Namen HyperCapital gestartet war.
Regulierungs- und Marktauswirkungen
Der Fall unterstreicht das erhöhte Durchsetzungsrisiko für Krypto-Vermarkter und die Sensibilität des breiteren Marktes gegenüber Betrugsvorwürfen. Anleger, die HyperFund Gelder zuwiesen, erlitten Totalverluste, was zur Skepsis gegenüber hochrentierlichen Krypto-Versprechen beitrug. Die Aufsichtsbehörden überwachen weiterhin ähnliche Blockchain-Projekte, um den Kryptomarkt vor betrügerischen Machenschaften zu schützen.
