Grayscale Research hat einen Bewertungsbericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass der AAVE-Token derzeit unterbewertet sei. Dabei wird ein fairer Basiswert zwischen 80 und 100 US-Dollar und ein einjähriges Bull-Case-Ziel von etwa 175 US-Dollar genannt.
Bewertungsmethodik
Die Analyse geht davon aus, dass Aave im Jahr 2026 rund 60 Millionen US-Dollar an Protokolleinnahmen erwirtschaften wird. Wenn man auf diese Einnahmen Fintech-Gewinnmultiplikatoren von 20x bis 25x anwendet, ergibt sich eine Marktkapitalisierungsschätzung des beizulegenden Zeitwerts von 1,2 bis 1,5 Milliarden US-Dollar, was einer Token-Preisspanne von 80 bis 100 US-Dollar entspricht.
Das Bull-Case-Szenario von Grayscale beinhaltet einen Katalysator auf Makroebene: regulatorische Klarheit für tokenisierte reale Vermögenswerte, die in die DeFi-Kreditvergabe aufgenommen werden. Das Unternehmen argumentiert, dass diese Klarheit den fairen Wert von AAVE innerhalb von zwölf Monaten auf etwa 175 US-Dollar steigern könnte.
Implikationen für Investoren
Zum Zeitpunkt des Berichts wird AAVE bei etwa 75 US-Dollar gehandelt und liegt damit unterhalb der berechneten Fair-Value-Bandbreite. Prognosemärkte gehen davon aus, dass der Token mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 % das bullische Ziel von 175 US-Dollar erreichen wird, was auf wachsenden Optimismus unter Krypto-Investoren hindeutet.
Investoren, die den Blockchain-Sektor beobachten, könnten die Diskrepanz zwischen aktuellem Preis und fairem Wert als Einstiegspunkt betrachten, während Marktteilnehmer auf regulatorische Entwicklungen warten, die die Dynamik der DeFi-Kreditvergabe verändern könnten.
