Die Hashgraph Group und Truesense haben gemeinsam einen europäischen Patentantrag für Continuous Identity Trust Infrastructure (CITI) eingereicht, ein System, das digitale Identitätsnachweise in der Kette mit einer verifizierten physischen Präsenz verknüpft.
Technische Grundlagen von CITI
CITI vereint räumliche Ultrabreitband-Erkennung (UWB), dezentrale Identifikatoren (DIDs) und Zero-Knowledge-Proof-Kryptographie (ZKP). Das UWB-Modul erfasst den genauen Standort einer Person, während DID-Standards die Identität auf einer Blockchain verankern. ZKP erstellt dann einen datenschutzrechtlichen Nachweis, der das Standortereignis mit den On-Chain-Anmeldeinformationen verknüpft, ohne Rohdaten preiszugeben.
Das Patent wurde im April beim Europäischen Patentamt eingereicht und erstreckt sich über mehr als 44 europäische Gerichtsbarkeiten. Für die Vereinigten Staaten ist bereits ein paralleler Antrag im Gange, der den potenziellen rechtlichen Schutz für die Technologie erweitert.
Markt- und Regulierungsausblick
Regierungen, regulierte Branchen und Blockchain-Investoren betrachten CITI als Brücke zwischen physischer Zugangskontrolle und dezentralen Identitätslösungen. Durch die Bereitstellung einer überprüfbaren, datenschutzorientierten Überprüfung könnte das Rahmenwerk die Compliance-Kosten für Unternehmen senken und Kapital von Investoren anziehen, die eine sichere Identitätsinfrastruktur suchen.
Wenn sich CITI durchsetzt, könnte dies die Nachfrage nach UWB-Hardware, DID-Diensten und kryptobasierten Identitätsplattformen ankurbeln und die Marktlandschaft für datenschutzorientierte Blockchain-Anwendungen neu gestalten.
