GetBit-Gründer Abhay Agarwal gab bekannt, dass Indien bereit ist, einen ausgewogeneren Regulierungsrahmen für Kryptowährungen einzuführen, was auf eine mögliche Überarbeitung des aktuellen Steuersystems hinweist, das eine 30-prozentige Abgabe auf Krypto-Gewinne und eine 1-prozentige Quellensteuer (TDS) auf jede Transaktion erhebt.
Vorhandene Steuerstruktur
Laut Agarwal übersteigt der Steuersatz von 30 % auf Kryptogewinne die Sätze, die für die meisten traditionellen Anlageklassen gelten, was zu einer unverhältnismäßigen Belastung für Anleger führt. Er betonte, dass der TDS von 1 % als Liquiditätssteuer fungiert, die Transaktionskosten in die Höhe treibt und aktive Teilnehmer am Blockchain-Markt abschreckt.
Voraussichtliche regulatorische Anpassungen
Agarwal geht davon aus, dass die Regulierungsbehörden den Steuerrahmen überdenken, wenn sich die Sichtbarkeit des Sektors verbessert und die Branche reifer wird. Als erste große Änderung sieht er eine Reduzierung des 1 %-TDS vor, die wahrscheinlich innerhalb der nächsten zwei bis vier Jahre umgesetzt wird.
Folgen für die Marktliquidität
Der TDS von 1 % hat laut Agarwal zu einer Abwanderung von Liquidität aus Indien geführt, da gestiegene Kosten eine effiziente Preisfindung behindern. Diese Spannungen wirken sich insbesondere auf Market Maker aus, die mit hohen Kosten konfrontiert sind, die das Handelsvolumen drosseln und Anleger von der Teilnahme am Kryptomarkt abhalten können.
