Bitcoin und Ethereum wurden als Finanzprodukte neu klassifiziert, nachdem das japanische Parlament am Mittwoch in einer Plenarsitzung Änderungen des Gesetzes über Finanzinstrumente und Börsen genehmigt hatte.
Regulatorische Überarbeitung
Die neue Gesetzgebung entfernt digitale Vermögenswerte aus dem Zahlungsdienstegesetz, das sie seit 2017 in erster Linie als Zahlungsmethoden behandelt. Durch die Platzierung von Kryptowährungen neben Aktien, Anleihen und Investmentfonds führt die Änderung zu der bislang umfassendsten Änderung im japanischen Krypto-Rahmenwerk. Durch die Änderung wird die Behandlung von Blockchain-basierten Vermögenswerten an die traditionellen Wertpapiervorschriften angepasst.
Steuerreform
Japans früheres Kryptosteuersystem besteuerte Gewinne als sonstiges Einkommen und führte zu progressiven Steuersätzen, die für Privatanleger bis zu etwa 55 % betragen konnten. Das überarbeitete Gesetz ersetzt diese Struktur durch einen pauschalen Steuersatz von 20 %, der mit der Abgabe auf Börsengewinne identisch ist. Darüber hinaus können Anleger Kryptowährungsverluste jetzt drei Jahre lang vortragen, was den Verlustvortragsbestimmungen entspricht, die Wertpapierhändlern zur Verfügung stehen.
Investorenausblick
Es wird erwartet, dass die Senkung der Steuerlast und die Gewährung von Verlustvortragsvorteilen sowohl inländische als auch ausländische Investoren wieder für den japanischen Kryptomarkt gewinnen werden. Die Angleichung an die Eigenkapitalbesteuerung könnte den Anreiz für Händler und Startups verringern, ins Ausland zu verlagern. Infolgedessen könnte der Markt eine erhöhte Liquidität und ein erhöhtes Interesse an Bitcoin, Ethereum und anderen Blockchain-Assets verzeichnen.
