Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) hat moomoo Securities am 19. Juni angewiesen, die Anwerbung neuer Konten auszusetzen und bestimmte Makleraktivitäten für drei Monate einzustellen, nachdem Verstöße gegen Compliance, Geldwäschebekämpfung und Cybersicherheit festgestellt wurden.
Regulatorische Anordnung und Betriebsbeschränkungen
Das FSA-Dekret verbietet moomoo Securities die Annahme von Anträgen für neue Konten vom 19. Juni bis 18. September. Außerdem schreibt es einen Geschäftsverbesserungsplan vor, der die Verantwortung des Managements klarstellt und Sicherheitsmaßnahmen umreißt, um ein erneutes Auftreten der festgestellten Fehler zu verhindern.
Compliance-Verstöße und NISA-Falschdarstellungen
Ermittler der japanischen Wertpapier- und Börsenüberwachungskommission stellten fest, dass der Broker neue Dienste ohne angemessene Risikomanagementrahmen einführte. Zwischen Anfang 2025 und Anfang 2026 meldete moomoo Securities 78 in den USA notierte ETFs und ETNs als für das Nippon Individual Savings Account (NISA)-Programm geeignet, obwohl diese Produkte die steuerbegünstigten Kriterien nicht erfüllten.
Auswirkungen auf Investoren und den Kryptomarkt
Kleinanleger kauften die falsch gekennzeichneten Vermögenswerte in der Erwartung einer steuerfreien Behandlung, die das NISA-System nicht bietet. Die Episode unterstreicht die verschärfte behördliche Kontrolle von Plattformen, die kryptobezogene Produkte verarbeiten, und veranlasst Marktteilnehmer, Risikokontrollen und Compliance-Praktiken neu zu bewerten.
