JPMorgan hat einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass das Bitcoin-Mining-Netzwerk deutlich empfindlicher auf Preisschwankungen reagiert, da die Hash-Rate und die Mining-Schwierigkeit der Kryptowährung nun Bewegungen im BTC-Wert genauer verfolgen.
Erhöhte Korrelation zwischen Preis und Bergbauschwierigkeit
Die Analyse zeigt, dass der Beta-Koeffizient, der die Mining-Schwierigkeit mit dem Bitcoin-Preis verknüpft, in den letzten sechs Monaten auf 0,62 gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass die Rechenleistung des Netzwerks schneller auf Marktveränderungen reagiert. Diese erhöhte Reaktionsfähigkeit deutet darauf hin, dass ein größerer Anteil der Miner nahe ihrer Gewinnschwelle arbeitet, was die Auswirkung von Preisschwankungen auf die Hash-Rate verstärkt.
Angespannte Bergbauökonomie
Laut JPMorgan-Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou wurde Bitcoin fünf Monate in Folge unter seinen geschätzten Produktionskosten gehandelt, was die Rentabilität des Bergbaus im Laufe des Jahres 2026 verschlechterte. Der Bergbaubericht von CoinShares für das erste Quartal schätzt, dass etwa ein Fünftel der Bergleute derzeit unrentabel sind, eine Zahl, die mit der Beobachtung der Bank einer sich verschlechternden Wirtschaftslage übereinstimmt.
Auswirkungen auf Anleger und Marktliquidität
Die finanzielle Belastung hat börsennotierte Bergbauunternehmen dazu gezwungen, im ersten Quartal mehr als 32.000 BTC zu liquidieren, was den Angebotsdruck auf dem Markt erhöht. Anleger, die den Blockchain-Sektor beobachten, sollten beachten, dass eine anhaltende Preisschwäche die Hash-Rate weiter senken und möglicherweise die Sicherheit und den Transaktionsdurchsatz des Netzwerks destabilisieren könnte.
