Polymarket hat am 3. Juli 2024 einen Antrag gestellt, um sich den Status eines Futures-Provisionshändlers in den Vereinigten Staaten zu sichern. Dieser Schritt soll den Margin-Handel für seine Blockchain-basierte Prognosemarktplattform freischalten.
Regulierungsprozess
Der Antrag wurde über die Tochtergesellschaft von Polymarket, Coming Home GBALLC, eingereicht und muss von der National Futures Association (NFA) genehmigt werden, die die FCM-Registrierungsverfahren überwacht. Gleichzeitig muss die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ihr Regelwerk ändern, um Margen für ereignisgesteuerte Kontrakte zuzulassen, ein Schritt, der normalerweise einer umfassenden Überprüfung bedarf.
Vorteile des Margin-Handels
Nach den aktuellen Regeln müssen Händler jede Wette vollständig besichern, was bedeutet, dass für einen Einsatz von 1.000 $ die gesamten 1.000 $ im Voraus verlangt werden. Der Margin-Handel würde es den Teilnehmern ermöglichen, nur einen Bruchteil – möglicherweise 200 US-Dollar – zu hinterlegen und sich den Rest zu leihen, was die Kapitaleffizienz erheblich verbessern würde.
Diese Reduzierung der erforderlichen Sicherheiten dürfte institutionelle Anleger und professionelle Händler anziehen, die eine höhere Hebelwirkung bei kryptobezogenen Veranstaltungsverträgen anstreben, wodurch die Gesamtmarktliquidität verbessert wird.
Historischer Kontext und zukünftiger Ausblick
Polymarkets Streben nach FCM-Status folgt auf eine Einigung im Jahr 2022, in der die Plattform eine Geldstrafe von 1,4 Millionen US-Dollar an die CFTC für den Betrieb ohne ordnungsgemäße Registrierung zahlte. Durch die Einhaltung sowohl der NFA als auch der CFTC möchte Polymarket seine Position als führender Veranstaltungsort für ereignisbasierten Handel auf dem Kryptomarkt festigen.
