Simbabwes Regierung hat eine neue Kryptowährungsverordnung eingeführt, die Anbieter virtueller Vermögenswerte dazu verpflichtet, sich jährlich zu registrieren und eine Gebühr von 500 US-Dollar zu zahlen. Dies ist der erste formelle Rechtsrahmen des Landes für digitale Vermögenswerte.
Gesetzliche Anforderungen
Der Finanzminister hat die Regeln erlassen, um die zuvor illegale Kryptoindustrie unter offizielle Aufsicht zu stellen. Alle Unternehmen, die virtuelle Vermögenswerte kaufen, verkaufen, übertragen oder schützen, müssen sich bei der Financial Intelligence Unit anmelden, einer Einrichtung zur Bekämpfung der Geldwäsche, die bei der Reserve Bank of Zimbabwe angesiedelt ist. Die Nichtregistrierung stellt nun eine Straftat dar und die FIU wird die Einhaltung branchenweit durchsetzen.
Historischer Kontext
Im Jahr 2018 verbot Simbabwe Finanzinstituten den Handel mit Kryptowährungen und zwang die meisten Aktivitäten auf Peer-to-Peer-Plattformen und Social-Media-Kanäle. Seitdem hat sich der Kryptomarkt informell ausgeweitet, und Anleger bewegten sich jahrelang in einer rechtlichen Grauzone. Die neuen Regeln stellen den ersten direkten Versuch der Behörden dar, diese Aktivität in ein reguliertes Umfeld zu integrieren.
Marktreaktion
Lokale Händler haben die Ankündigung begrüßt und darauf hingewiesen, dass die offizielle Registrierung die Notwendigkeit geheimer Operationen verringern wird. Jeffrey Mutambiranwa, ein in Harare ansässiger Krypto-Händler, beschrieb den Schritt als eine „willkommene Entwicklung“, die Anlegern zugute kommt, die nicht mehr im Untergrund agieren müssen. Die Stimmung deutet darauf hin, dass der regulierte Rahmen eine legitimere Beteiligung am simbabwischen Blockchain-Markt anziehen könnte.
