Leslie Falconio, Head of Taxable Fixed Income Strategy bei UBS Global Wealth Management, betonte, dass der jüngste Rückgang der Ölpreise nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran den Impuls der Federal Reserve, die Zinssätze in diesem Jahr anzuheben, gemildert hat.
Auswirkung auf die Renditen von Staatsanleihen
Der Einbruch der Ölpreise hat die Nachfrage nach US-Staatsanleihen verstärkt und zu einem spürbaren Rückgang der Renditen zweijähriger Anleihen geführt. Vor der Ankündigung des Waffenstillstands hatten die Anleger eine fast sichere Zinserhöhung im Dezember eingepreist, wodurch die Renditen trotz sinkender Ölpreise hoch blieben.
Veränderung der Markterwartungen
Da die Ölpreise weiter sinken, nehmen die Marktteilnehmer ihre Erwartung einer Zinserhöhung im Dezember zurück, was zu einem allmählichen Rückgang der Renditen kurzfristiger Staatsanleihen führt. Falconio stellte fest, dass diese Kehrtwende eine umfassendere Neubewertung des politischen Kurses der Fed widerspiegelt.
Bevorstehende Fed-Entscheidung
Der neu ernannte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird seine erste Zinssitzung leiten, bei der Analysten einen formellen Rückzug der unterstützenden Haltung der Zentralbank erwarten. Steigende Ölpreise haben die Inflationssorgen wiederbelebt und den Stimmen innerhalb des FOMC, die sich für weitere Zinserhöhungen vor Jahresende aussprechen, Gewicht verliehen.
