Die Aktie von Nokia (NOK) steigt nach dem optimistischen Upgrade der Bank of America in Bezug auf AI Infrastructure Play

Inhaltsverzeichnis Die Aktien von Nokia stiegen am Montag, nachdem die Bank of America beschlossen hatte, den finnischen Hersteller von Telekommunikationsausrüstung auf „Kaufen“ hochzustufen, und begründete dies mit der zunehmenden Dynamik bei optischen Netzwerken und der steigenden Nachfrage von Hyperscale-Cloud-Anbietern, die eine KI-fokussierte Infrastruktur aufbauen. Nokia Oyj, NOK BofA-Analyst Oliver Wong leitete die Ratingänderung und erhöhte das Kursziel von 6,87 € auf 10,70 € – was einer deutlichen Steigerung von 56 % entspricht. Bis zum Mittag GMT hatten die Nokia-Aktien in Helsinki etwa 2 % zugelegt. Die Investmentbank überarbeitete außerdem ihren Bewertungsansatz und wechselte von einer EV/EBITDA-Methodik zu einem Summen-der-Teile-Ansatz. Dieses neue Modell weist dem für 2027 prognostizierten EBIT ein 30-faches Vielfaches für Nokias Optical- und IP-Networks-Abteilung zu, während auf die übrigen Geschäftssegmente ein 10-faches Vielfaches angewendet wird. Die Übernahme von Infinera im Jahr 2025 spielt eine entscheidende Rolle in der Investitionsthese der BofA. Diese Transaktion stärkte Nokias Präsenz bei großen US-amerikanischen Cloud-Anbietern und Analysten sehen darin einen strategischen Wendepunkt für die Marktpositionierung des Unternehmens. Die BofA prognostiziert, dass die optische Netzwerksparte von Nokia bis 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 17 % wachsen wird. Die Prognose wird durch die steigende Nachfrage nach optischen Systemen und die erwartete Umsatzsteigerung bei kohärenter steckbarer Technologie gestützt, da die Branche von 400G- auf 800G-Übertragungsgeschwindigkeiten übergeht. Wongs Forschungsteam charakterisierte Nokia als „sich zu einem optischen Kraftpaket mit deutlich europäischem Wettbewerbsvorteil entwickelnd“. Die Analysten halten die offizielle Wachstumsprognose des Unternehmens für optische und IP-Netzwerke von 10–12 % für übervorsichtig und gehen davon aus, dass Nokia diese Ziele übertreffen und nach oben korrigieren wird. Was IP-Netzwerke betrifft, geht die BofA davon aus, dass Nokia erhebliche Marktanteile beim europäischen Rechenzentrums-Switching gewinnen wird, gestützt durch seine strategische Allianz mit NScale, einem Neocloud-Betreiber mit starkem Fokus auf den europäischen Markt. Die Investmentbank geht davon aus, dass Nokia im Jahr 2026 Einnahmen aus dem Wechsel von Rechenzentren in Höhe von 226 Millionen Euro erzielen und bis 2028 auf 407 Millionen Euro ansteigen könnte. Die mobile Infrastruktur stellt weiterhin Nokias größten Umsatzbringer dar. Die BofA prognostiziert, dass sich die Betriebsmargen in diesem Segment von 13,4 % im Jahr 2025 auf 17,8 % im Jahr 2028 verbessern werden, unterstützt durch Portfoliooptimierung und einen verstärkten Software-Schwerpunkt. Die strategische Partnerschaft von Nokia mit Nvidia bietet zusätzliches Wachstumspotenzial. Nvidia hat Nokia im Oktober 2025 eine Milliarde US-Dollar für AI-RAN-Anwendungen zugesagt. Obwohl die BofA kurzfristig keine nennenswerten Einnahmen aus dieser Zusammenarbeit erwartet, sieht die Bank darin einen bedeutenden langfristigen Katalysator. Ein möglicher Ersatz der Huawei- und ZTE-Infrastruktur in ganz Europa ist in den Basisprognosen der BofA nicht berücksichtigt – Analysten erkennen darin jedoch echtes Aufwärtspotenzial, wenn regulatorischer Druck oder politische Erwägungen europäische Netzbetreiber weiterhin von chinesischen Ausrüstungslieferanten abhalten. Die Schätzungen der BofA zum Gewinn pro Aktie für 2026–2028 liegen 13–15 % über den Konsensprognosen von Street. Diese Divergenz deutet nach Einschätzung der BofA darauf hin, dass der Markt Nokias Umstellung auf optische Netzwerke nicht vollständig in die aktuellen Bewertungen einbezogen hat. Jefferies behält auch für Nokia seine Kaufempfehlung bei, mit einem Kursziel von 8,80 €, das in einem Forschungsbericht vom 8. April festgelegt wurde.