Ontology verlagert ONTO Wallet in KI-Dateninfrastruktur, Benutzer verdienen Krypto für Beiträge

Ontology, das dezentrale Identitäts- und Dateninfrastrukturnetzwerk, gab am 1. Juni einen strategischen Dreh- und Angelpunkt für sein Flaggschiffprodukt ONTO Wallet bekannt. Das Wallet, das ursprünglich für die Verwaltung digitaler Identitäten und Vermögenswerte konzipiert war, wird als grundlegende Ebene für künstliche Intelligenz neu positioniert. Der Schritt nutzt die Decentralized Identity (DID)-Technologie von Ontology, um überprüfbare, vom Benutzer genehmigte Daten für KI-Grundlagenmodelle, Agenten und Anwendungen bereitzustellen. Benutzer, die teilnehmen, erhalten Belohnungen in Kryptowährung als Gegenleistung für die Bereitstellung von Daten, die beim Trainieren und Verfeinern von KI-Systemen helfen.
Vom Wallet zum Daten-Gateway
ONTO Wallet dient seit langem als eigenständiges Identitäts- und Datenverwaltungstool innerhalb des Ontology-Ökosystems. Die neue Ausrichtung verwandelt es in eine bidirektionale Datenbrücke: Benutzer können nun KI-bezogene Aufgaben direkt über das Wallet ausführen, und die von ihnen generierten oder geteilten Daten werden gebündelt und an KI-Unternehmen verkauft. Das DID-Framework von Ontology stellt sicher, dass Datenherkunft und Benutzereinwilligung kryptografisch überprüfbar sind, eine Funktion, die immer wichtiger wird, da KI-Unternehmen einer genauen Prüfung der Datenbeschaffung und Datenschutzkonformität ausgesetzt sind.
Die Ankündigung positioniert ONTO Wallet in einem wachsenden Trend von Blockchain-Projekten, die darauf abzielen, Benutzerdaten für KI-Schulungen zu monetarisieren und gleichzeitig die Transparenz zu wahren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenerfassungsmodellen erfordert der Ansatz von Ontology eine ausdrückliche Benutzererlaubnis für jeden Datenbeitrag, der in der Kette aufgezeichnet wird. Dieses Modell könnte für KI-Entwickler interessant sein, die hochwertige, ethisch einwandfreie Trainingsdaten benötigen.
Markt- und Branchenkontext
Die Schnittstelle zwischen Blockchain und KI ist im Jahr 2025 zu einem überfüllten Bereich geworden, da zahlreiche Projekte dezentrale Berechnungen, Datenspeicherung oder Modellschulung anbieten. Das Alleinstellungsmerkmal von Ontology liegt in seiner etablierten DID-Infrastruktur, die sich seit 2017 in der Entwicklung befindet. Das ONTO Wallet verfügt bereits über eine Benutzerbasis, die mit der Verwaltung digitaler Identitäten vertraut ist, was möglicherweise die Eintrittsbarriere für die Bereitstellung von Daten senkt.
Der Erfolg dieses Schwenks hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: der Menge und Qualität der von den Nutzern bereitgestellten Daten, der Bereitschaft von KI-Unternehmen, solche Daten zu kaufen, und der allgemeinen Regulierungslandschaft für KI-Trainingsdaten. Das KI-Gesetz der Europäischen Union und ähnliche Vorschriften in anderen Rechtsordnungen fordern zunehmend Transparenz bei der Datenbeschaffung, was sich positiv auf die Ontologie auswirken könnte.
Was das für Benutzer bedeutet
Für bestehende ONTO Wallet-Benutzer führt die Umstellung ein neues Dienstprogramm ein: die Möglichkeit, Kryptowährung zu verdienen, indem sie KI-bezogene Aufgaben erledigen oder bestimmte Datentypen teilen. In der Ankündigung wurde weder angegeben, welche Aufgaben oder Datentypen belohnt werden, noch zu den erwarteten Verdienstquoten. Ontology gab an, dass in den kommenden Wochen weitere Einzelheiten zum Belohnungsmechanismus und zu Partnerschaftsvereinbarungen mit KI-Unternehmen veröffentlicht würden.
Dieses Modell ähnelt dem „Data-to-Earn“-Konzept, das in einigen Web3-Projekten verwendet wird, jedoch mit einem Schwerpunkt auf überprüfbarer Datenintegrität. Dank der zugrunde liegenden DID-Architektur behalten Benutzer die Kontrolle darüber, welche Daten geteilt werden, und können den Zugriff jederzeit widerrufen. Für datenschutzbewusste Personen bietet dies eine transparentere Alternative zum herkömmlichen Daten-gegen-Dienst-Austausch.
Fazit
Die Entscheidung von Ontology, ONTO Wallet zu einer KI-Dateninfrastruktur weiterzuentwickeln, stellt einen bedeutenden strategischen Wandel dar und nutzt jahrelange DID-Entwicklung, um einem dringenden Bedarf in der KI-Branche gerecht zu werden: überprüfbare, ethisch beschaffte Trainingsdaten. Durch die Belohnung von Benutzern mit Kryptowährung zielt das Projekt darauf ab, ein nachhaltiges Ökosystem zu schaffen, von dem sowohl Datenlieferanten als auch KI-Entwickler profitieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Ansatz sowohl bei Anwendern als auch bei Unternehmenskunden Anklang findet.
FAQs
F1: Was ist die neue Rolle von ONTO Wallet in der KI? ONTO Wallet wird als Infrastrukturschicht fungieren, die überprüfbare, vom Benutzer genehmigte Daten an KI-Grundlagenmodelle, Agenten und Anwendungen liefert. Benutzer können über die Wallet KI-bezogene Aufgaben ausführen und Kryptowährungsprämien verdienen.
F2: Wie stellt Ontology Datenschutz und Einwilligung sicher? Ontology nutzt seine Decentralized Identity (DID)-Technologie, um die Nutzereinwilligung in der Kette aufzuzeichnen. Jeder Datenbeitrag wird kryptografisch überprüft, und Benutzer behalten die Kontrolle darüber, welche Daten geteilt werden, und können den Zugriff jederzeit widerrufen.
F3: Wann werden die neuen Funktionen verfügbar sein? Ontology hat den strategischen Wechsel am 1. Juni 2025 angekündigt, aber noch keinen konkreten Starttermin für die neuen KI-bezogenen Funktionen genannt. Das Unternehmen gab an, dass in den kommenden Wochen weitere Details zu Belohnungsmechanismen und KI-Partnerschaften veröffentlicht werden.