Peter Schiff kritisiert Trumps „Victory“-Stellungnahme zum Iran-Krieg und zur Wirtschaft

Der Ökonom und Goldbefürworter Peter Schiff hat Präsident Donald Trump dafür kritisiert, dass er den Konflikt zwischen den USA und dem Iran als „totalen und vollständigen Sieg“ bezeichnet habe. In einem Beitrag auf X argumentierte Schiff, dass Trump militärische Rückschläge oft in Triumphe verwandelt. Er zog einen direkten Vergleich zwischen Trumps wirtschaftlichen Behauptungen, die er als irreführend bezeichnet, und seiner Darstellung des Ausgangs des Iran-Konflikts.
Schiff glaubt nicht an Trumps Narrativ. Er glaubt, dass der Waffenstillstand im Iran keinen Sieg bedeutet, sondern eine Schwächung der Macht der USA zeigt. „So wie Trump die stärkste Wirtschaft anerkennt, obwohl sie schwächer ist als die von Biden, wird er versuchen, die Niederlage im Iran als den größten militärischen Sieg hinzustellen“, sagte Schiff.
Er wies darauf hin, dass Trumps Anhänger dieses Narrativ wahrscheinlich glauben würden, auch wenn sich die Situation nicht wesentlich verbessert habe.
Steigende Staatsverschuldung und Vertrauen in die Regierung
Der Internationale Währungsfonds (IWF) äußerte Bedenken hinsichtlich der wachsenden fiskalischen Herausforderungen, mit denen Regierungen konfrontiert sind, und betonte die Bedeutung von Vertrauen bei schwierigen Finanzentscheidungen.
Angesichts der hohen Staatsverschuldung und der steigenden Kreditkosten sind Regierungen nun gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen. Der IWF warnt davor, dass das Vertrauen in die Finanzpolitik schwindet und es dadurch noch schwieriger wird, die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Nach Angaben des IWF erreichte die globale Staatsverschuldung im Jahr 2025 93,9 % des BIP und wird voraussichtlich bis 2028 100 % überschreiten. Regierungen können sich nicht länger auf endlose Kreditaufnahme verlassen und müssen sich auf Transparenz und Fairness konzentrieren. Ohne die Wiederherstellung des Vertrauens, argumentiert Schiff, werden alle Bemühungen zur Schuldenreduzierung wahrscheinlich auf Widerstand stoßen, was das Vertrauen der Öffentlichkeit weiter untergräbt.
Der Kryptomarkt reagiert auf globale Spannungen
Schiffs Ansichten zur Wirtschaftslage stehen in direktem Zusammenhang mit seiner Kritik an Bitcoin. Laut Schiff beweisen die mit dem Iran verbundenen geopolitischen Probleme, wie volatil digitale Währungen, insbesondere Bitcoin, sind.
Auch wenn Bitcoin als sichere Anlage gilt, zeigte es seine Sensibilität, indem es auf Veränderungen in der Einstellung der Märkte ihm gegenüber während der Krise reagierte. Schiff stellt die Leistung von Bitcoin der Stabilität von Gold gegenüber und betont, dass der Preis von Bitcoin unter allen Umständen stetig gestiegen sei.
Gleichzeitig geht es dem Kryptomarkt immer noch gut und die Marktkapitalisierung digitaler Währungen beträgt rund 2,51 Billionen US-Dollar. Bitcoin erreichte zum Zeitpunkt des Schreibens einen Wert von rund 72.806 US-Dollar, und auch Ethereum hat zugelegt.
Verwandt: Benjamin Cowen löst Krypto-Debatte über Wissenschaft und Altcoins aus