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Regionale Trends ändern sich, da der E-Commerce-Riese das Experiment mit digitalen Währungen in Lateinamerika stoppt

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cryptonewstrend.com
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Regionale Trends ändern sich, da der E-Commerce-Riese das Experiment mit digitalen Währungen in Lateinamerika stoppt

Willkommen bei Latam Insights, einer Zusammenstellung der wichtigsten Krypto-Nachrichten aus Lateinamerika der letzten Woche. In dieser Ausgabe erwägt die brasilianische Zentralbank die globale Einführung von Pix, Mercado Libre beendet die Mercado-Münze und Pix wird vor den Präsidentschaftswahlen in Brasilien politisch.

Wichtige Erkenntnisse:

Die brasilianische Zentralbank plant International Pix, um ihren 175 Millionen Nutzern bald weltweite Zahlungen zu ermöglichen.

Mercado Libre beendet Mercado-Münze; Der ungenutzte ERC-20-Token wird am 17. April automatisch in lokales Fiat umgewandelt.

USTR warnt davor, dass Pix Giganten wie Visa bedroht; Das 175-Millionen-Benutzer-Netzwerk könnte die bevorstehenden Wahlen in Brasilien vorantreiben.

Trotz der US-Kritik denkt Brasilien über die Globalisierung von Pix nach

Die brasilianische Zentralbank hat ihre nächsten Schritte bekannt gegeben, um Pix, das allgegenwärtige Sofortzahlungssystem, das von fast allen Erwachsenen im Land verwendet wird, weiter zu verbessern und auszubauen.

Lokalen Medien zufolge plant die Zentralbank die Einführung von International Pix, einer Standardfunktion, die es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglichen würde, grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen über das Pix-Netzwerk abzuwickeln.

Während Pix in Argentinien, den USA und Portugal bereits international verfügbar ist, würde diese neue Initiative es dauerhaft machen, nationale Sofortzahlungssysteme miteinander verbinden und Abrechnungen rationalisieren. Pix bedient bereits über 175 Millionen Nutzer in Brasilien und hat seit seiner Einführung im November 2020 fast 200 Milliarden Transaktionen vermittelt.

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Mercado Libre beendet das Mercado-Coin-Programm, nennt keinen offiziellen Grund

Das Unternehmen benachrichtigte Benutzer über die digitale Geldbörsen-App Mercado Pago und per E-Mail. Es wurde keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Mercado Libre führte im August 2022 die Mercado-Münze ein, beginnend in Brasilien. Der Token wurde als ERC-20-Asset auf der Ethereum-Blockchain in Zusammenarbeit mit der Krypto-Börse Ripio erstellt und kostete zunächst etwa 0,10 US-Dollar pro Token.

Benutzer erhielten es als Cashback für Einkäufe über den Marktplatz von Mercado Libre und konnten entweder Mercado-Coins auf der Plattform ausgeben oder sich auszahlen lassen. Die Absicht bestand darin, alltägliche Käufer durch einen reibungslosen Treuemechanismus in den Kryptoraum zu locken, ohne dass Bitcoin gehandelt oder volatile Vermögenswerte verwaltet werden müssen. In der Praxis blieb der Token innerhalb des Mercado Libre-Ökosystems und konnte anderswo nie eine nennenswerte Anziehungskraft aufbauen.

Ab dem 17. April können Benutzer über die Plattform keine Mercado-Münzen mehr kaufen, verkaufen oder verdienen. Inhaber haben vor Ablauf der Frist drei Möglichkeiten: Token über die Mercado Pago-App verkaufen, den Restbetrag für Mercado Libre-Käufe ausgeben oder nichts tun. Der verbleibende Restbetrag nach dem 17. April wird automatisch in die lokale Fiat-Währung (bei den meisten Benutzern brasilianische Reais) umgerechnet und auf ihr Mercado Pago-Konto eingezahlt.

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Wie Brasiliens Instant Payment Network Pix die Präsidentschaftswahlen beeinflussen könnte

Pix, eines der größten Instant-Payment-Netzwerke der Welt, ist in Brasilien angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zu einem wichtigen Thema geworden.

Das System, das über 175 Millionen Nutzer hat, steht jetzt im politischen Rampenlicht, da ein aktueller Bericht des United States Trade Representative Office (USTR) Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Nutzung dieses Netzwerks und seiner Auswirkungen auf private Alternativen geäußert hat.

In dem Bericht heißt es: „Branchenvertreter in den Vereinigten Staaten haben Bedenken geäußert, dass die Zentralbank Pix bevorzugt, was US-Anbieter elektronischer Zahlungsdienste benachteiligen würde. Darüber hinaus verlangt die Zentralbank von Finanzinstituten mit mehr als 500.000 Konten, die Verwendung von Pix zu übernehmen.“ Große Kreditgiganten wie Visa und Mastercard würden auf Maßnahmen drängen, um sie mit Pix gleichzuziehen.