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Aufsichtsbehörden planen eine Revolution digitaler Vermögenswerte im britischen High-End-Finanzsektor

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Aufsichtsbehörden planen eine Revolution digitaler Vermögenswerte im britischen High-End-Finanzsektor

In einer gemeinsamen Anstrengung zur Schaffung eines umfassenden Regulierungsrahmens haben die britische Financial Conduct Authority (FCA) und die Bank of England eine gemeinsame Aufforderung zur Einreichung von Beiträgen zur Tokenisierung von Vermögenswerten auf den Finanzgroßhandelsmärkten herausgegeben. Diese Initiative, die bis zum 3. Juli 2026 Antworten entgegennimmt, zielt darauf ab, die Behandlung tokenisierter Vermögenswerte, die auf der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basieren, in Bezug auf Sicherheiten, Abwicklung und bestehende Rechtsstrukturen zu klären. Eine Rückmeldung dazu wird für Sommer 2026 erwartet.

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen grundlegende Fragen zur Integration tokenisierter Versionen traditioneller Finanzinstrumente in die aktuelle Regulierungslandschaft des Vereinigten Königreichs. Konkret wollen die FCA und die Bank of England drei Schlüsselbereiche angehen: die regulatorische Behandlung tokenisierter Engagements, die Funktionalität tokenisierter Vermögenswerte als Sicherheit und den Betrieb von Abwicklungsinstrumenten in einer DLT-basierten Umgebung.

Mittlerweile unterstützt die britische Digital Securities Sandbox bereits 16 Firmen, die aktiv tokenisierte Wertpapiere ausgeben und abwickeln, und bietet so ein Testgelände für die Entwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen. Darüber hinaus plant die Bank of England, die Betriebszeiten ihres Real-Time Gross Settlement (RTGS)-Systems und des damit verbundenen CHAPS-Zahlungssystems auf eine Verfügbarkeit nahezu rund um die Uhr auszuweiten, was voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf grenzüberschreitende Zahlungen haben wird, da Verzögerungen und Kosten im Zusammenhang mit Zeitzonenunterschieden reduziert werden.

Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenderen Bemühung der britischen Regierung, sich als Drehscheibe für die Tokenisierung zu positionieren, mit Plänen, die Emission von Staatsanleihen über DLT zu prüfen, was den Handel und die Abwicklung von Staatsanleihen über die Distributed-Ledger-Technologie ermöglichen könnte. Darüber hinaus zielt die Regierung darauf ab, systemrelevante Stablecoins ähnlich wie traditionelle Bankeinlagen zu regulieren und sie so effektiv in den bestehenden Bankenregulierungsrahmen zu integrieren.

Für Anleger werden die 16 Unternehmen, die derzeit in der Digital Securities Sandbox tätig sind, eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der endgültigen Regeln spielen, die voraussichtlich frühestens Ende 2026 nach dem Feedback-Fenster, das im Juli 2026 endet, veröffentlicht werden. Dies bietet Vorreitern die Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung des Regulierungsrahmens zu nehmen und sich als wichtige Akteure auf dem aufstrebenden Tokenisierungsmarkt im Vereinigten Königreich zu etablieren.

Aufsichtsbehörden planen eine Revolution digitaler Vermögenswerte im britischen High-End-Finanzsektor