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Die renommierte Investorin Cathie Wood prognostiziert einen Anstieg der US-Währung und einen Rückgang des Preisdrucks, angeheizt durch die deflationären Auswirkungen künstlicher Intelligenz.

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Die renommierte Investorin Cathie Wood prognostiziert einen Anstieg der US-Währung und einen Rückgang des Preisdrucks, angeheizt durch die deflationären Auswirkungen künstlicher Intelligenz.

Während ein Großteil der Wall Street ihre Zeit damit verbringt, sich Sorgen über die Stagflation zu machen, liest Cathie Wood ein völlig anderes Szenario. Der CEO von ARK Invest hat argumentiert, dass die US-Inflation nicht nur sinkt, sondern dramatisch schneller als der Konsens erwartet, wobei Echtzeitdaten darauf hindeuten, dass die Kerninflationsrate bei etwa 1 % liegt.

Die Zahlen hinter dem Anruf

Woods Argumentation beginnt mit Daten, die die meisten Ökonomen nicht genau genug beobachten. Laut Truflation, einem Echtzeit-Inflationstracker, der Millionen von Datenpunkten und nicht die verzögerte Methodik des Bureau of Labor Statistics nutzt, liegt die Verbraucherpreisinflation in den USA im Jahresvergleich bei nur 0,86 %.

Die Kerninflation, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise außer Acht lässt, liegt bei etwa 1 %. Der Immobilienmarkt, der normalerweise zu den hartnäckigsten Inflationsfaktoren gehört, zeigt nur einen minimalen Preisdruck.

Wood hat prognostiziert, dass die offiziellen CPI-Werte in den nächsten sechs bis neun Monaten „überraschend auf der niedrigen Seite“ sein werden. Ihre Dissertation konzentriert sich auf KI-gesteuerte Deflation. Mit der branchenübergreifenden Integration von Tools für künstliche Intelligenz sorgen sie für Produktivitätssteigerungen, die die Kosten für Waren und Dienstleistungen senken.

Die Forschung von ARK geht von einem Produktivitätswachstum von etwa 3 % aus, wobei die Investitionsausgaben den höchsten Stand seit 30 Jahren erreichen. Unternehmen investieren massiv in die Technologieinfrastruktur, und diese Ausgaben zeigen sich allmählich eher in Produktionssteigerungen als in Preissteigerungen.

Eine seltsame Wirtschaft und ein stärkerer Dollar

Die jüngste Analyse von ARK zeigt eine merkwürdige Spaltung der Daten. Die Verbraucherpreise (VPI) fallen, aber die Erzeugerpreise (PPI) steigen. Das ist eine ungewöhnliche Kombination. Wenn der Erzeugerpreisindex steigt, während der Verbraucherpreisindex sinkt, bedeutet dies normalerweise, dass Unternehmen höhere Inputkosten absorbieren, anstatt sie an die Verbraucher weiterzugeben.

Wood hat ein mögliches Wiederaufleben des US-Dollars vorhergesagt, abhängig von wachstumsfördernden Maßnahmen, die die Kapitalrenditen im Vergleich zu globalen Benchmarks steigern.

Das ARK-Update vom Mai 2026 prognostiziert, dass die Inflation im Geschäftsjahr 2027 unter 5 % bleiben und schließlich auf 3 % sinken wird.

Der Wohnraum-Wildcard

Die Untersuchungen von ARK stellen eine erhebliche Lücke auf dem Immobilienmarkt fest: Etwa 1,4 Millionen Käufer stehen 2 Millionen Verkäufern gegenüber. Das ist ein Markt, der zugunsten der Käufer tendiert, was einen Abwärtsdruck auf die Immobilienpreise ausübt.

Der Wohnungsbau ist die größte Einzelkomponente der VPI-Berechnung. Wenn die Immobilienpreise und Mieten weiter sinken, werden die offiziellen Inflationszahlen, die die Fed beobachtet, sinken, was möglicherweise Woods These in den Daten bestätigt, die tatsächlich die Politik beeinflussen. Die Fed hat wiederholt eine anhaltende Inflation als Grund dafür angeführt, die Zinsen erhöht zu halten.

Was das für Anleger bedeutet

Eine niedriger als erwartete Inflation würde wahrscheinlich den Zeitplan für Zinssenkungen der Federal Reserve beschleunigen, was sich im Großen und Ganzen positiv auf Risikoanlagen wie Aktien und Kryptowährungen auswirkt. Wachstumsaktien neigen dazu, in einem Umfeld sinkender Zinsen eine Outperformance zu erzielen, da ihre zukünftigen Cashflows wertvoller werden, wenn sie zu niedrigeren Zinssätzen abgezinst werden.

Der Flaggschifffonds von ARK erlitt während des Zinserhöhungszyklus 2022 erhebliche Verluste, als Wood bereits argumentierte, dass sich die Inflation als vorübergehend erweisen würde. Die Divergenz zwischen Echtzeit-Inflationstrackern wie Truflation und offiziellen Regierungsdaten schafft echte Unsicherheit. Wenn sich die nachlaufenden Indikatoren dort einpendeln, wo sich die Echtzeitdaten bereits befinden, könnten die Märkte ihre Preise rasch neu bewerten.

Die renommierte Investorin Cathie Wood prognostiziert einen Anstieg der US-Währung und einen Rückgang des Preisdrucks, angeheizt durch die deflationären Auswirkungen künstlicher Intelligenz.