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Der technische Leiter von RippleX sagt, dass das XRP-Ledger vor 2030 quantentauglich sein muss

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Der technische Leiter von RippleX sagt, dass das XRP-Ledger vor 2030 quantentauglich sein muss

Die Kryptoindustrie betrachtet das Jahr 2030 seit langem als Planungshorizont für die Quantenreife. Ayo Akinyele, Head of Engineering bei RippleX, sagt, dass das Fenster möglicherweise nicht mehr breit genug ist.

In einem aktuellen Interview räumte Akinyele ein, dass die Standardvorgabe darin bestehe, sich auf das Jahr 2030 vorzubereiten, da Blockchain-Netzwerke auf quantensichere Kryptographie umgestellt werden sollten.

Aber neuere Forschungsergebnisse, insbesondere Arbeiten von Google zu Verbesserungen des Shor-Algorithmus, dem mathematischen Werkzeug, das am häufigsten mit der Aufhebung der klassischen Public-Key-Kryptographie in Verbindung gebracht wird, haben diesen Zeitplan vorangetrieben.

„Wir können nicht unbedingt bis 2030 warten“, sagte Akinyele. „Wir müssen in den nächsten Jahren darauf vorbereitet sein, dass wir Notfallpläne haben, falls die Technologie die Geschwindigkeit, mit der wir migrieren können, übersteigt.“

Warum dies schwieriger ist als ein Software-Update

Akinyele ging direkt auf das Ausmaß dessen ein, was Quantenbereitschaft tatsächlich erfordert. Dies ist kein Patch oder ein routinemäßiges Upgrade. „Es ist kein Software-Update im herkömmlichen Sinne“, sagte er. „Es hat enorme Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir die Infrastruktur im Allgemeinen betreiben.“

Wenn jemals Quantenhardware realisiert wird, die in der Lage ist, die klassische Kryptographie zu durchbrechen, wird sie laut Akinyele höchstwahrscheinlich geräuschlos arbeiten. Es wird keine öffentliche Ankündigung geben, dass die Verschlüsselung, die digitalen Vermögenswerten zugrunde liegt, kompromittiert wurde.

Wo das $XRP-Ledger steht

RippleX hat eine Roadmap veröffentlicht, die die Absicht widerspiegelt, quantentauglich zu sein, und arbeitet aktiv mit Entwicklungsteams zusammen, die an quantensicheren Signaturschemata für verschiedene Anwendungsfälle arbeiten. Mehrere Teams haben sich bereits an RippleX gewandt, um zu prüfen, wie ihre Arbeit in den Migrationspfad der XRPL integriert werden könnte.

Akinyele bestätigte, dass RippleX mit der Ethereum Foundation in Kontakt stand, die ihre Zuversicht zum Ausdruck brachte, dass ETH bereit sein wird. RippleX befindet sich derzeit in aktiven Gesprächen mit Ripple, um sicherzustellen, dass dies auch für das $XRP-Ledger gilt.

„In diesem Jahr dreht sich alles um die Stiftung“, sagte Akinyele. „Die Leute sehen derzeit 23 Jahre alte Fehler in Linux-Kerneln. Dies ist der Moment, diese Tools zu nutzen, um alle Risse in der XRPL-Grundlage zu finden und die Architektur weiterzuentwickeln.“

Institutionelles DeFi erhöht den Einsatz

Die Dringlichkeit der Quantenbereitschaft wird durch die Richtung, in die sich das $XRP-Ledger bewegt, noch verstärkt. RippleX baut aktiv eine Infrastruktur für institutionelles DeFi auf, einschließlich der Ausgabe von Token, der Verwaltung von Sicherheiten, Repo-Transaktionen und der Generierung von Erträgen, wobei RLUSD als Grundlage dient.

Institutionen, die in der Kette operieren, erwarten Zuverlässigkeit, Sicherheit und deterministische Abwicklung, die verbraucherorientierte Anwendungen nicht in gleichem Maße erfordern. Die Erfüllung dieses Standards bedeutet, dass die Frage der Quantenbereitschaft nicht abstrakt ist. Es ist eine Voraussetzung für die institutionellen Anwendungsfälle, für die das $XRP-Ledger entwickelt wird.

Der technische Leiter von RippleX sagt, dass das XRP-Ledger vor 2030 quantentauglich sein muss