Sam Altmans World-Projekt startet großes Upgrade zur Bekämpfung von Deepfakes und Bots

World, das von Sam Altman unterstützte digitale Identitätsprojekt, hat am Freitag sein bisher bedeutendstes Upgrade von World ID vorgestellt und das System als „Full-Stack Proof of Human“-Infrastruktur für Verbraucher, Unternehmen und KI-Agenten positioniert.
Die auf einer Veranstaltung in San Francisco angekündigte Überarbeitung erfolgt, da in der gesamten Technologiebranche die Besorgnis über Bots, Deepfakes und KI-Agenten zunimmt, die sich online als Menschen ausgeben – ein Trend, den World mit einem breiteren Vorstoß in den Bereichen Authentifizierung, Zahlungen und Internetdienste ausdrücklich anstrebt. Altmans anderes großes Projekt ist OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT und Tools, die die KI-Plattform für große Sprachmodelle verwenden.
Das World-System verlässt sich auf seine speziell angefertigten „Orb“-Geräte, um das zu erbringen, was es als Beweis der Menschlichkeit bezeichnet. Um eine Welt-ID zu erhalten, müssen Benutzer persönlich einen Orb aufsuchen, wo das Gerät ihr Gesicht und ihre Iris scannt, um einen einzigartigen kryptografischen Code zu generieren, der diese Person repräsentiert.
Nach Angaben des Unternehmens werden die Bilder nach der Verarbeitung gelöscht und nur anonymisierte Fragmente des Codes über ein verteiltes Netzwerk gesendet, um zu bestätigen, dass sich die Person nicht zuvor registriert hat. Das Ergebnis ist ein Ausweis, der online nachweisen kann, dass jemand ein einzigartiger Mensch ist, ohne seine Identität oder persönliche Daten preiszugeben. Einige Kritiker haben jedoch die Verwendung des biometrischen Scannens über den Orb als kontroversen Aspekt des Systems bezeichnet.
Im Mittelpunkt des Updates steht eine neu gestaltete Architektur, die den Datenschutz, die Sicherheit und die Benutzerfreundlichkeit verbessern soll. Zu den neuen Funktionen gehören kontobasierte Identität, Multi-Key-Unterstützung und Wiederherstellungsmechanismen, die Funktionen bieten, die normalerweise in großen Sicherheitssystemen erwartet werden.
„Welt 4.0 ist leistungsstark, skalierbar und offen“, sagte Senior Executive Daniel Shorr auf der Veranstaltung. „Im Zeitalter der KI wird das Menschsein unglaublich wertvoll sein und das Internet wird wissen wollen, dass man ein Mensch ist“, fügte er hinzu.
Das Unternehmen stellt außerdem eine spezielle World ID-App vor, die sich derzeit in der Betaphase befindet und es Benutzern ermöglicht, Anmeldeinformationen zu verwalten und sich plattformübergreifend zu authentifizieren. Die App spiegelt das umfassendere Ziel wider, den Nachweis einer menschlichen Identität so einfach zu machen wie die Anmeldung bei einem Social-Media-Konto.
Von Dating-Apps bis hin zu Zoom-Anrufen
Neben der Protokollaktualisierung hat World eine Liste von Integrationen detailliert beschrieben, die darauf abzielen, seine Identitätsschicht auf allen Verbraucherplattformen einzubetten.
Auf Verbraucherseite baut das Unternehmen Partnerschaften mit Plattformen wie Tinder aus, auf denen Benutzer ein „verifiziertes menschliches“ Abzeichen vorzeigen können, und führt „Concert Kit“ ein, ein Tool, das Künstlern dabei helfen soll, Tickets für verifizierte Personen zu reservieren, um Scalper-Bots zu bekämpfen.
Gaming- und Online-Communities sind ein weiterer Schwerpunkt, mit Partnerschaften zwischen Razer und Mythical Games, während Reddit signalisiert hat, dass es ähnliche Identitätstools zur Bot-Erkennung erforscht.
Auch Enterprise-Anwendungsfälle stehen im Mittelpunkt des Rollouts. World sagte, es arbeite mit Zoom an einer Funktion namens „Deep Face“, die überprüft, ob ein Meeting-Teilnehmer ein echter Mensch und kein Deepfake ist, und mit Docusign, um Proof-of-Human-Prüfungen in digitale Vereinbarungen zu integrieren.
Darüber hinaus führt World neue Tools ein, darunter „AgentKit“, mit denen Entwickler Anmeldeinformationen an Agenten anhängen können, die beweisen, dass es sich um Menschen handelt. Diese werden für sensible Aktionen benötigt und ermöglichen einen agentenbasierten Handel, der an verifizierte Personen gebunden ist.
Das Unternehmen arbeitet bei diesen Funktionen mit Firmen wie Okta, Vercel und Browserbase zusammen, die darauf abzielen, eine Vertrauensschicht für automatisierte Arbeitsabläufe einzurichten, ohne dass personenbezogene Daten erforderlich sind.
„World ID ist auf dem Weg, ein echtes menschliches Netzwerk für das Internet zu werden“, sagte Sam Altman, Mitbegründer von World, bei einer Veranstaltung anlässlich der Ankündigung in San Francisco.
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