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Die Aktie von Samsung Electronics (005930.KS) stürzt vor einem großen Gewerkschaftsstreik um 9 % ab

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Die Aktie von Samsung Electronics (005930.KS) stürzt vor einem großen Gewerkschaftsstreik um 9 % ab

Inhaltsverzeichnis: Die Aktien von Samsung Electronics verzeichneten an der koreanischen Börse während der Handelssitzung am Freitag einen starken Rückgang von rund 9 % und erreichten in den frühen Börsenstunden in Seoul einen Wert von 273.500 Won. Der erhebliche Ausverkauf folgte auf die Erklärung der National Samsung Electronics Union, dass sie ab dem 21. Mai mit einer 18-tägigen Arbeitsniederlegung fortfahren werde, und lehnte damit den Vorschlag des Unternehmens ab, die Verhandlungen über eine bedingungslose Entschädigung wieder aufzunehmen. Gewerkschaftsvertreter signalisierten Bereitschaft zu erneuten Gesprächen – allerdings erst nach dem 7. Juni. Dieser Zeitplan stellt sicher, dass die geplante Arbeitsunterbrechung eingeplant bleibt. Die Marktkapitalisierung des Elektronikriesen schrumpfte allein am Mittwoch um bis zu 99,07 Billionen Won (66,18 Milliarden US-Dollar), als die Entschädigungsverhandlungen in eine Sackgasse gerieten. Die Handelssitzung am Freitag verstärkte diese Verluste. Seit mehreren Monaten eskalieren die Spannungen. Im April demonstrierten Mitarbeiter in einer Produktionsstätte südlich von Seoul und forderten verbesserte Vergütungspakete. Zu ihren Hauptzielen gehören: die Abschaffung der Obergrenzen für Bonuszahlungen und die Einführung eines Gewinnbeteiligungsrahmens, der an die operativen Gewinnzahlen von Samsung gekoppelt ist. Ein wesentlicher Streitpunkt betrifft die Vergütungsunterschiede zum konkurrierenden Halbleiterhersteller SK Hynix. SK Hynix hat kürzlich attraktivere Bonusvereinbarungen mit seinen Mitarbeitern abgeschlossen und damit einen Vergleich geschaffen, den Samsung-Arbeiter immer schwerer akzeptieren können. Die von der Regierung geförderten Gespräche zwischen dem Samsung-Management und der Gewerkschaftsführung scheiterten Anfang der Woche. Die Parteien konnten keinen Konsens über Bonusberechnungsmethoden oder Obergrenzenstrukturen erzielen. Die südkoreanische Regierung hat die Situation aufmerksam beobachtet. Sowohl der Premierminister als auch der Industrieminister appellierten an alle Parteien, den Dialog fortzusetzen, und warnten davor, dass sich eine Arbeitsunterbrechung negativ auf die Exportleistung, die Kapitalmärkte und die allgemeine Wirtschaftsexpansion auswirken könnte. Auch das Blaue Haus des Präsidenten äußerte sich am Freitag optimistisch, dass der Streik noch verhindert werden könnte. Regierungsbeamte stellten fest, dass die Kriterien für die Auslösung von Notfallmaßnahmen noch nicht erfüllt seien. Samsung reagierte schnell auf die Bestätigung der Gewerkschaft. Leitende Führungskräfte reisten zum Standort Pyeongtaek, um dort direkte Gespräche mit der Gewerkschaftsführung zu führen. Das Unternehmen veröffentlichte außerdem eine öffentliche Erklärung, in der es sein Bedauern über die durch den Arbeitskonflikt verursachten Störungen zum Ausdruck brachte und sich verpflichtete, die Verhandlungen mit einer offenen Einstellung anzugehen. JPMorgan-Analysten veröffentlichten Finanzprognosen zu den möglichen Folgen. Die Investmentbank gab an, dass die Produktionsunterbrechung die ursprünglichen Prognosen übertreffen könnte, und führte dies auf eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer zurück, als frühere Schätzungen vermuteten. JPMorgan bezifferte den potenziellen Schaden für die operative Rentabilität von Samsung auf 21 bis 31 Billionen Won (14,08 bis 20,79 Milliarden US-Dollar). Die Einnahmeausfälle könnten sich auf rund 4,5 Billionen Won belaufen. Diese Zahlen bedeuten ein erhebliches Risiko für ein Unternehmen, das sich bereits durch ein herausforderndes Umfeld in der Halbleiterindustrie bewegt. Die Gewerkschaft hat sich ihre Flexibilität bewahrt – Verhandlungen nach dem 7. Juni bleiben eine Möglichkeit. Da die Arbeitsunterbrechung jedoch am 21. Mai beginnen soll, ist der Zeitrahmen für eine Lösung, bevor der Produktionsbetrieb betroffen ist, äußerst begrenzt. Die Führung von Samsung war am Freitagmorgen auf dem Weg nach Pyeongtaek, obwohl das Unternehmen noch nicht öffentlich bestätigt hat, ob ein neuer Gesprächstermin festgelegt wurde.

Die Aktie von Samsung Electronics (005930.KS) stürzt vor einem großen Gewerkschaftsstreik um 9 % ab