Samsung Electronics erwartet historische Q1-Ergebnisse inmitten des KI-Speicherbooms

Inhaltsverzeichnis Die Aktien wurden zuletzt für 178.400 ₩ gehandelt, was einer Zwölfmonatsrendite von 215,2 % entspricht und seit Januar um 38,8 % gestiegen ist. Samsung Electronics Co., Ltd., SMSD.L Samsung Electronics steht kurz davor, eine der bemerkenswertesten Quartalsleistungen in der Unternehmensgeschichte zu liefern. Der weltweit führende Hersteller von Speicherhalbleitern wird voraussichtlich im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von annähernd 40,5 Billionen Won (26,9 Milliarden US-Dollar) bekannt geben, basierend auf dem LSEG SmartEstimate-Konsens aus 29 Analystenprognosen. Dies entspricht etwa einer Versechsfachung im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Jahr 2024. Um diese Leistung ins rechte Licht zu rücken: Das Gesamtbetriebsergebnis von Samsung belief sich im gesamten Jahr 2024 auf 43,6 Billionen Won. Das Technologieunternehmen scheint in der Lage zu sein, den Gesamtjahreswert innerhalb von nur drei Monaten nahezu zu erreichen. Citi-Analysten prognostizieren einen noch aggressiveren Ausblick und prognostizieren 51 Billionen Won. Es wird erwartet, dass der Umsatz im Laufe des Quartals um etwa 50 % steigen wird. Der Katalysator für diese außergewöhnlichen Zahlen ist das Speicherhalbleitersegment. Die Erweiterung des Rechenzentrums mit künstlicher Intelligenz hat zu dem geführt, was Samsung-Führungskräfte als „beispiellosen Superzyklus“ bezeichnen. Die Nachfrage nach Speicherlösungen mit hoher Bandbreite und DRAM-Chips hat das verfügbare Angebot deutlich übertroffen, was zu einem starken Preisanstieg geführt hat. Branchenberichten zufolge haben sich die Vertrags-DRAM-Preise im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal verdoppelt, wobei Prognosen für das zweite Quartal einen weiteren Anstieg um 58–63 % erwarten. Jun Young-hyun, Co-CEO von Samsung, gab den Aktionären letzten Monat bekannt, dass das Unternehmen Großkunden auf Lieferverträge mit einer Laufzeit von drei bis fünf Jahren umstellt, um die Anfälligkeit für Nachfrageschwankungen zu minimieren. Diese taktische Wende spiegelt die Überzeugung des Managements von einem anhaltenden langfristigen Appetit wider. Trotz beeindruckender Finanzprognosen stand die Aktie unter erheblichem Verkaufsdruck. Seit Beginn der Feindseligkeiten im Nahen Osten am 28. Februar hat Samsung etwa 14 % seiner Marktkapitalisierung abgegeben. Der regionale Konflikt hat die Energiekosten erhöht und Schwachstellen in der Lieferkette für kritische Fertigungsmaterialien geschaffen. Einige Marktbeobachter äußern Bedenken, dass Hyperscale-Technologieunternehmen ihre Investitionen in die KI-Infrastruktur reduzieren könnten, wenn die Produktionskosten erheblich steigen. Weitere Warnsignale sind der Rückgang der DRAM-Spotmarktpreise in den letzten drei bis vier Wochen. Die Einführung von TurboQuant durch Google, einer innovativen Speicheroptimierungstechnologie, hat die Frage nach der langfristigen Entwicklung der Halbleiternachfrage verschärft. Die diversifizierten Geschäftssegmente von Samsung stehen vor deutlichen Hindernissen. Die mit TSMC konkurrierende Gießereisparte wird voraussichtlich weiterhin Verluste erwirtschaften. Die Mobilgeräte- und Display-Panel-Einheiten könnten im ersten Quartal einen Gewinnrückgang von annähernd 50 % verzeichnen, der durch erhöhte Kosten für Speicherkomponenten und die Wettbewerbsdynamik unter Druck gesetzt wird. Südkoreanische Arbeitsorganisationen verhandeln gleichzeitig über verbesserte Vergütungsstrukturen und haben einen möglichen Streik im Mai angekündigt. Beim aktuellen Preisniveau von 178.400 ₩ verfügt Samsung über ein KGV von 26,61x und liegt damit geringfügig über dem breiteren Durchschnitt des Technologiesektors von 22,03x, während es eng mit vergleichbaren Unternehmen übereinstimmt. Die Discounted-Cashflow-Modellierung von Simply Wall St ermittelt den inneren Wert bei etwa ₩207.643 pro Aktie, was darauf hindeutet, dass die Aktien mit einem Abschlag von 14,1 % auf diese Methode gehandelt werden. Das proprietäre „Fair Ratio“ des Analyseunternehmens für die KGV-Kennzahl liegt bei 52,70x und damit deutlich über dem aktuellen Vielfachen von 26,61x. Optimistische Szenarien gehen von einem fairen Wert von etwa ₩209.080 pro Aktie aus, unter der Annahme einer Umsatzsteigerung von 12 % und einer anhaltenden Nachfrage nach KI-Speicher. Konservative Prognosen, die geopolitische Unsicherheit und Margenkompression berücksichtigen, kommen auf 125.890 ₩ pro Aktie. Samsung wird voraussichtlich am Dienstag vorläufige Finanzergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen. Eine umfassende Offenlegung, einschließlich der Leitlinien des Managements für kommende Zeiträume, wird im Laufe dieses Monats erwartet.