Sberbank ist bereit, Kryptodienste für 110 Millionen russische Kunden einzuführen

Inhaltsverzeichnis Der dominierende Akteur im russischen Bankensektor positioniert sich für einen bedeutenden Einstieg in die Branche der digitalen Vermögenswerte und wartet nur noch auf die behördliche Genehmigung, um mit der Bereitstellung von Kryptowährungshandels- und Verwahrungslösungen für seinen Kundenstamm zu beginnen. Russlands größte Bank Sberbank bereitet sich auf die Einführung des Kryptowährungshandels vor Laut TASS ist die Sberbank bereit, Kryptowährungshandelsdienstleistungen anzubieten, sobald die Regulierung und der organisierte Börsenhandel eingeführt sind, sagte Senior Vice President Ruslan Vesterovsky auf einer Moskauer Börse… pic.twitter.com/CJxKym0lBx – Wu Blockchain (@WuBlockchain) 19. April 2026 Mit einem Kundenstamm von mehr als 110 Millionen Privatkunden befindet sich die Sberbank mehrheitlich im Staatsbesitz. Nach Angaben von Bankvertretern wurde der notwendige technologische Rahmen geschaffen und ist einsatzbereit. Das Institut ist bereit, unmittelbar nach der behördlichen Bestätigung Margenhandelsfunktionen, auf künstlicher Intelligenz basierende Anlageinstrumente und robuste Verwahrungslösungen bereitzustellen. Die Ankündigung kam von Senior Vice President Ruslan Vesterovsky während des Moskauer Austauschforums. Vesterovsky erklärte, dass die Bank davon ausgeht, dass der organisierte Börsenhandel dem Markt mehr Liquidität und wettbewerbsfähige Preise bringen wird. Er betonte die Bereitschaft des Instituts, schnell zu handeln, sobald die strukturierten Handelsvorschriften genehmigt werden. Während die russische Zentralbank Kryptowährungen weiterhin als Instrumente mit erhöhtem Risiko einstuft, hat sie den eingeschränkten Einsatz digitaler Vermögenswerte bei bestimmten Finanzgeschäften genehmigt. Die aktuellen Kryptowährungsinitiativen der Sberbank zeigen, dass die Institution bereits im Rahmen der bestehenden Genehmigungen arbeitet. Im vergangenen Dezember vergab die Sberbank einen der ersten kryptobesicherten Kredite Russlands an Intelion, ein Kryptowährungs-Mining-Unternehmen. Intelion betreibt über 300 Megawatt elektrische Kapazität und unterhält rund 1.500 Kundenbeziehungen. Anschließend gab die Sberbank bekannt, dass sie beabsichtigt, vergleichbare Finanzierungsvereinbarungen auf weitere Unternehmen auszuweiten. Die russischen gesetzgebenden Körperschaften machen Fortschritte bei der Fertigstellung einer umfassenden Regulierungsstruktur für digitale Vermögenswerte bis Juni. Sollte der Zeitplan wie geplant verlaufen, würde die Umsetzung am 1. Juli 2027 beginnen. Der vorgeschlagene Rahmen würde es sowohl zertifizierten als auch nicht zertifizierten Anlegern ermöglichen, an Käufen und Verkäufen von Kryptowährungen teilzunehmen. Für nicht zertifizierte Anleger würde die jährliche Erwerbsobergrenze bei etwa 300.000 Rubel liegen, was etwa 3.934 US-Dollar entspricht. Darüber hinaus müssen diese Anleger eine Kompetenzbewertung erfolgreich absolvieren, bevor sie eine Handelsgenehmigung erhalten. Zertifizierte Anleger würden ohne Volumenbeschränkungen operieren, obwohl obligatorische Risikobewertungsverfahren weiterhin erforderlich wären. Die genehmigte Vermögensliste wird voraussichtlich Bitcoin und Ethereum umfassen. Die Zentralbankbehörde verbietet jedoch strikt die Verwendung digitaler Währungen für inländische Handelstransaktionen innerhalb der russischen Grenzen. Kryptowährungen mit erhöhter Anonymität sind von beiden Anlegerklassifizierungen völlig ausgeschlossen. Der vorgeschlagene Regulierungsrahmen verbietet Monero, Zcash und Dash vollständig und führt als Begründung Protokolle zur Bekämpfung der Geldwäsche an. Das Gesetz sieht außerdem Sanktionen für unbefugte Zwischengeschäfte im Kryptowährungssektor vor. Diese Sanktionen spiegeln bestehende Strafen wider, die für nicht lizenzierte Bankaktivitäten gelten, und bieten lizenzierten Instituten wie der Sberbank mehr Rechtsklarheit. Der Regulierungsansatz sieht ein zweistufiges Klassifizierungssystem vor, das Privatanleger und zertifizierte Anleger trennt. Dieses Rahmendesign minimiert das Risiko für allgemeine Anleger und ermöglicht gleichzeitig einen größeren Spielraum für anspruchsvolle Marktteilnehmer. Die Teilnahme der Sberbank am Kryptowährungsmarkt hängt direkt von der Fertigstellung der im Dezember ausgearbeiteten Regulierungsrichtlinien ab. Das Finanzinstitut hat sein kryptogestütztes Kreditgeschäft bereits ausgeweitet und entwickelt seine Plattforminfrastruktur weiter, um zusätzliche Firmenkunden aufzunehmen. Die russische Kryptowährungsregulierung soll voraussichtlich bis Juni abgeschlossen sein, wobei eine umfassende Umsetzung für Mitte 2027 geplant ist.