Scott Bessent warnt Oman vor US-Strafen für Mautgebühren in der Straße von Hormus und weist auf Krypto-Zahlungskanäle hin

US-Finanzminister Scott Bessent richtete am 28. Mai eine direkte Warnung an Oman: Alle Unternehmen, die die Erhebung von Mautgebühren in der Straße von Hormus erleichtern, müssen mit amerikanischen Strafen rechnen. Die Drohung ging einher mit neuen Sanktionen gegen die iranische Golfbehörde, eine mit den Islamischen Revolutionsgarden verbundene Organisation, die von Schiffen bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Durchfahrt durch die enge Wasserstraße verlangt.
Was dies zu mehr als einem üblichen geopolitischen Aufruhr für Kryptomärkte macht, ist ein bestimmtes Detail. Das Finanzministerium wies ausdrücklich darauf hin, dass Versuche, diese Mautzahlungen über Kryptowährungen oder Stablecoins abzuwickeln, der Durchsetzung nicht entgehen würden.
Das Mautsystem und warum es wichtig ist
In der Straße von Hormus werden etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung abgewickelt. Die iranische PGSA hat versucht, von Schiffen, die die Meerenge durchqueren, Gebühren zu erheben. Die angegebenen Sätze belaufen sich auf bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Schiff. Die tatsächlichen Einnahmen fielen bescheidener aus und lagen Berichten zufolge Anfang Mai 2026 insgesamt unter 1,3 Millionen US-Dollar.
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Die jüngsten Diskussionen zwischen Oman und Iran über die Einrichtung eines gemeinsamen Mautsystems haben die Stimmung erheblich angeheizt. Senator Tom Cotton schickte am 22. und 23. Mai einen Brief, in dem er zu Sanktionsmaßnahmen drängte, nur wenige Tage bevor Bessents öffentliche Warnung eintraf.
Bessent beschrieb das Mautsystem als „erpresserisch“ und stellte die Sanktionen und Warnungen als Teil einer umfassenderen Kampagne dar, um die Meerenge offen und frei von dem zu halten, was Washington als Zwangseinnahmen von Einnahmen durch mit dem Iran verbundene Unternehmen ansieht.
Den Krypto-Aspekt sollte niemand ignorieren
Das Finanzministerium gab sich alle Mühe, klarzustellen, dass Kryptowährungs- und Stablecoin-Transaktionen mit der gleichen Durchsetzungsstrenge behandelt werden wie traditionelle Finanzkanäle. Wenn Sie ein Stablecoin-Emittent, eine Krypto-Börse oder ein Wallet-Anbieter sind und mautpflichtige Zahlungen über Ihre Infrastruktur fließen, stehen Sie jetzt im Fadenkreuz sekundärer Sanktionen.
Sekundäre Sanktionen richten sich nicht nur direkt gegen den Täter. Sie nehmen jeden ins Visier, der mit dem schlechten Schauspieler Geschäfte macht. Das bedeutet, dass eine Krypto-Börse mit Sitz in Singapur, Dubai oder anderswo, die eine mit PGSA-Mautzahlungen verbundene Transaktion abwickelt, vom US-Finanzsystem abgeschnitten sein könnte.
Was das für Kryptomärkte und Investoren bedeutet
Für Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle ist die Botschaft klar: Die Compliance-Infrastruktur muss immer spezifischere geopolitische Szenarien berücksichtigen. Das Finanzministerium achtet auf eine kreative Weiterleitung sanktionierter Zahlungen, und digitale Schienen sind jetzt ausdrücklich auf dem Radar.
Oman hat sich zu einer kryptofreundlichen Gerichtsbarkeit entwickelt und Bergbaubetriebe und Unternehmen für digitale Vermögenswerte umworben. Sollten omanische Unternehmen in den Mautstreit verwickelt werden, müssen Börsen mit erheblichem omanischem Risiko möglicherweise das Kontrahentenrisiko neu bewerten.